Archiv für den Monat: Dezember 2014

Führerschein immer später

Die jungen Erwachsenen von heute machen ihren Führerschein immer später. Das Kraftfahrzeugbundesamt in Flensburg bestätigt diesen Trend, es werden immer weniger Führerscheine ausgegeben.
Das Auto ist bei den jungen Leuten nicht mehr Statussymbol wie es noch vor Jahren der Fall war. Das Geld wird anderweitig investiert.
Mehr dazu in der FAZ.

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Stadtleben, Einkaufszentren und die Mercaden

Der Deutschlandfunk interviewt Hannelore Schaffner über die deutsche Innenstadt. Hannelore Schaffner hat unter anderem das Buch „Die City. Straßenleben in der geplanten Stadt“ verfasst, in dem sie die Entwicklung der Städte beschreibt und analysiert.
Sie beklagt in dem Interview die Vereinheitlichung der City – viele Städte in Deutschland sehen mehr oder weniger gleich aus. Sie werden nicht für Menschen attraktiv gestaltet, sondern für Investoren.
Auch wir Böblinger sind von dieser Entwicklung nicht ausgenommen. Der SWR beleuchtet in einem Beitrag die Errichtung von Kaufzentren in der Region, unter ihnen auch die Böblinger Mercaden.
Im SWR-Beitrag wird auch erwähnt, dass das Geld durch die Mercaden in der Region bleibt. Das darf aber bezweifelt werden, denn es finden sich vorwiegend große Ketten, die ihr Geld sonst wo versteuern. Einzig in der Region bleibt das Gehalt des Personals, was sicher nicht allzu üppig ist.
Für die Mercaden hat sich die Stadt mächtig ins Zeug gelegt, einen überdimensionierten Kreisverkehr zwischen MöMax und Mercaden gebaut und die Radwegführung drum herum als Hindernisparcours gestaltet – einige Punkte sind auf dieser Seite unter „Ärgernisse“ zu sehen. Alles, nur um dem Auto die Vorfahrt zu geben.
Aber, mal ehrlich, wer sich ins Auto setzt, um Einkaufen zu fahren, der scheut sicher nicht den kleinen Umweg zum Breuningerland, das mit deutlich mehr Geschäften, größerer Vielfalt und kostenfreien Parkplätzen lockt.
Ich möchte die Mercaden nicht schlechtreden, aber wäre es nicht sinnvoller gewesen, auf die lokale Kundschaft zu setzen anstatt das Auto zu bevorzugen? Die sehr zentral gelegenen Mercaden sind doch gerade zu prädestiniert für Fußgänger und Radfahrer.
Wer aus dem Umland soll denn die Mercaden aufsuchen? Selbst die Schönaicher haben über die Panzerstraße zum Breuningerland einen kürzeren Weg als in die Böblinger Innenstadt. Wer über die A81 fährt – egal von Norden oder Süden -, wird das Breuningerland favorisieren. Auch die Holzgerlinger und Altdorfer sind über die neue Umgehungsstraße bestens an die Autobahn angebunden, sodass die Mercaden wunderbar umgangen werden können.
Mit dieser Ausgangssituation werden es die Mercaden schwer haben, da sie genau das „autofahrende“ Publikum hofieren, das sie nicht erreichen können. Laut SWR-Beitrag lassen Autofahrer mehr Geld in den Geschäften liegen als Fußgänger oder Radfahrer. Das gilt aber nur für Leute, die gezielt einen größeren Einkauf tätigen. Und – wie eben dargelegt – wird genau diese Kundschaft zur Sindelfinger Konkurrenz fahren. Insgesamt sind nämlich Fußgänger und Radfahrer spendabler, da sie zwar weniger, aber öfter einkaufen (siehe hier). Auf dieser Homepage wurde schon mehrfach angesprochen, dass die Mercaden keinen einzigen Parkplatz für Fahrräder vorgesehen haben. Ein Bekannter von mir wurde sogar verjagt, als er auf dem Parkplatz sein Fahrrad abstellen wollte.
Das Parkhaus: es gibt bereits Gerüchte, dass es zu groß ist und dass man versucht, die Parkplätze anderweitig zu vermieten. Zum einen kein Wunder, zum anderen ist es ärgerlich, da die Kosten auf alle Kunden umgelegt werden, die aber nicht immer mit dem Auto kommen. Ergo zahlen auch Fußgänger und Radfahrer für das zu große Parkhaus. Durch die hohen Fixkosten sind die Geschäfte weniger flexibel und weniger attraktiv bei der Preisgestaltung.
Immerhin haben die Böblinger eine Fußgängerzone bekommen. Vielleicht siedeln sich hier noch ein paar weitere attraktive Geschäfte an, die zum Bummeln (nicht Drive-In!) einladen.

J.S.

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Ärger mit dem ADFC

Zur Zeit läuft eine Petition zur Erhöhung des Bußgeldes für Radwegparker. Was viele Radfahrer – und auch ADFC Mitglieder – enttäuscht, ist die Haltung des ADFC. Der ADFC Bundesvorstand ist gegen eine solche Erhöhung, was auf massive Kritik stößt.
Es gibt bereits einige Landesverbände, die eine Unterstützung dieser Petition empfehlen. Der ADFC als größter Interessenvertreter für Fahrradfahrer macht sich durch dieses Vorgehen unglaubwürdig. Fahrradwege, vor allem an Straßen mit 50 km/h, dienen der Sicherheit von Fahrradfahrern. Dass nun das Zuparken auch vom ADFC als Kavaliersdelikt eingestuft wird, ist vollkommen unverständlich.

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Zertifikat „Fahrradfreundliche Schule“

Das Land Baden-Württemberg hat ein Zertifikat „Fahrradfreundliche Schule“ eingeführt. Schulen können sich für das Zertifikat bewerben und müssen natürlich gewisse Voraussetzungen erfüllen.
Ich halte es für wichtig, dass Kindern frühzeitig umweltschonende Mobilität nahegebracht wird. Bewegung ist ein wichtiger Schlüssel für ein gesundes und ausgeglichenes Leben. Leider ersticken viele Schulen im morgendlichen Eltern-Taxi-Verkehr.

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Heute morgen bei der Arbeit…

Radstaender-Arbeit

Als ich heute zur Arbeit fuhr und mein Fahrrad abstellen wollte, war der Fahrradständer unerwartet voll. Und das bei etwa 0 Grad und Schneeregen. Vor ein paar Jahren war das noch nicht der Fall.
Das Fahrradfahren ist im Kommen…

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8. Critical Mass

Zur 8. Critical Mass gibt es leider keine Bilder. Es sind 10 Radfahrer gekommen – wahrscheinlich hat die Kälte ihren Tribut gefordert. Aber dafür hat der warme Tee im Anschluss umso besser geschmeckt.
Die Dezember-Ausfahrt fällt aus. Wir werden die Critical Mass im Januar und Februar vom Wetter abhängig machen. Es wird auf jeden Fall rechtzeitig bescheid gegeben.

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