Archiv für den Monat: Februar 2015

Critical Mass Böblingen am 27. März und Touren zur Critical Mass Stuttgart

Die nächste Böblinger Critical Mass findet am 27. März statt. Das Wetter ist dann wieder so ansprechend, dass wir (locker) die kritische Masse an Radlerinnen und Radlern zusammen bekommen.
Wer es dennoch nicht erwarten kann, der kann sind unter MitRadStuttgart über gemeinsame Touren aus der Region zur Critical Mass Stuttgart informieren. Nächster Termin: 6. März.

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Analyse: Böblingen im ADFC Fahrradklimatest 2014

Der ADFC hat im Herbst 2014 einen aufwändigen Fahrradklimatest durchgeführt. Über 100.000 Freiwillige füllten einen Fragebogen mit über 20 einzelnen Punkten aus, um ihre Heimatstadt zu bewerten. Der letzte Test dieser Art wurde 2012 durchgeführt.
Erfreulich ist aus Böblinger Sicht, dass das Interesse am Fahrrad deutlich gestiegen ist. Es gaben diesmal 135 Radler ihre Stimme ab, etwas mehr als doppelt so viel wie 2012. Die Beteiligung war im Vergleich zu anderen Kommunen sogar recht hoch.

Böblingen rühmt sich bisweilen, Gründungsmitglied der sogenannten AGFK-BW – Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in BW – zu sein. Im Zuge dessen könnte man erwarten, dass sich die Situation der Fahrradfahrer in Böblingen langsam verbessert. Die Ergebnisse des Tests sprechen eine andere Sprache: Wurde Böblingen 2012 noch mit einer Durchschnittsnote von 4,07 bewertet, fiel dieser Wert 2014 auf 4,2. Böblingen belegte Platz 256 von 292 Gemeinden < 50.000 Einwohner in Deutschland. Innerhalb Baden-Württembergs belegen wir Platz 38 von 41. Hier haben wir die rote Laterne nur knapp vermieden. Mit einem Wort: Unterirdisch. Es gab nur drei Kategorien, wo Böblingen durchschnittlich oder etwas besser abschnitt, nämlich Fahrradmitnahme im öffentlichen Nahverkehr, Fahrraddiebstahl und offene Einbahnstraßen in Gegenrichtung. Als besonders schlecht wurden die Kategorien Stress, zügiges Fahren und Hindernisse auf Fahrradwegen empfunden. Alle anderen Kategorien, wie z.B. Ampelschaltungen, waren ebenfalls durchweg unterdurchschnittlich. Ist diese ernüchternde Beurteilung gerechtfertigt? Fairerweise muss man anerkennen, dass Böblingen in der Tat an einigen Stellen Verbesserungen vorgenommen hat, in Einzelfällen sogar unerwartet mutig, wie zum Beispiel der beidseitige Radweg in der Karlstraße. Aber was fehlt, ist die eindeutige Bekenntnis zum Fahrrad an wichtigen Verkehrsknoten. Hierzu zählt der Elbenplatz mit seiner nicht vorhandenen Radverkehrsführung. Dazu zählt auch der neue Mercaden-Kreisel, der für Radler und Fußgänger eine schallende Ohrfeige darstellt. Die Herrenberger Straße mit dem einseitigen Radweg in beide Richtungen ist seit Jahren ein Dauerthema. Noch zu erwähnen die neuen Kurzzeitparkplätze an der Wolfgang-Brumme-Allee, die den Platz für einen dringend notwendigen Radweg okkupieren. Alles Entscheidungen pro Auto - gegen Radverkehr. Mittlerweile sind nicht mal mehr die Böblinger willens, diese Angebote anzunehmen.

Solange die Böblinger Kernfragen in punkto Radverkehr nicht überzeugend angegangen werden, wird die Bewertung bei zukünftigen ADFC-Umfragen schlecht ausfallen. Wie lange kann sich der Gemeinderat und mit ihm die Stadtverwaltung noch verschließen? Ich denke, die Zeit ist reif und ich bin vorsichtig optimistisch. Es gibt Anzeichen, dass die Radfahrer allmählich im Rathaus ernst genommen werden.

J.S.

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Radverkehr billig – Autoverkehr teuer für Städte

Die Uni Kassel hat exemplarisch an drei Städten eine aufwändige Untersuchung durchgeführt, wie viel die einzelnen Verkehrsmittel kosten. Unterschieden wurde zwischen Radverkehr, Autoverkehr, Fußgänger und öffentlicher Nahverkehr. Das Ergebnis war eindeutig: Am meisten schlug der Autoverkehr zu Buche. Am anderen Ende der Skala befand sich der Radverkehr. Es wird davon ausgegangen, dass sich diese Ergebnisse auf andere Städte übertragen lassen.
Die Förderung des Radverkehrs hat zwei Aspekte: Zum einen kann man mit wenig Mitteln den Verkehr am effizientesten unterstützen. Zum anderen wird dadurch der Autoverkehr entlastet, weil mehr Personen mit dem Rad fahren. Zwei Fliegen – eine Klappe. Da freut sich sogar der Stadtkämmerer.

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London investiert in den Fahrradverkehr

London will viel Geld in den Fahrradverkehr investieren. Da man weiter steigende Verkehrszahlen erwartet, bietet sich der Radverkehr als ökologischer Ausweg an. Es werden viele auch unkonventionelle Projekte in Betracht gezogen. Zum Beispiel könnten alte U-Bahn Strecken zu Fahrradwegen ausgebaut werden. Auch einen Radweg über die Themse hatte man schon im Auge.

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Internationaler Falschparker-Tag

Am 11.2. hat die Initiative „Clevere Städte“ den Internationalen Falschparker-Tag ausgerufen, um gegen das ausufernde Falschparken von Autos zu protestieren. In Berlin taten es viele Radfahrer den Autos gleich und parkten in zweiter Reihe. Die Polizei war natürlich sofort zur Stelle, ohne PKWs, die ebenfalls in zweiter Reihe parkten auch nur eines Blickes zu würdigen. Ausführlicher Bericht hier.

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Frag den OB: OB Lützner beantwortet Fahrradfrage

Im Rahmen der Serie „Frag den OB“ beantwortet OB Lützner eine Frage bzgl. der neuen Radverkehrsführung der Sindelfinger Straße. Radfahrer von Sindelfingen kommend müssen nun die Straße queren und vor allem zeitliche Einbußen hinnehmen.
Der Mercaden-Kreisel stellt dann das nächste Hindernis dar. Man darf ihn als Radfahrer nicht benutzen, weil der wegen der Zweispurigkeit zu gefährlich ist. Je nach Richtung ist eine Drückampel zu benutzen mit entsprechender Verzögerungszeit.
Begründet wird diese Maßnahme mit Sicherheitsvorschriften.

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Parkhäuser werden Wohnungen

Man mag es kaum glauben, aber tatsächlich werden derzeit Parkhäuser zu Wohnungen umgebaut, wie die Welt berichtet. Das macht durchaus Sinn, denn die Parkhäuser stehen vermehrt leer, gerade in der Innenstadt. Auf der anderen Seite wird Wohnraum in den Metropolen immer knapper und die Preise steigen. Dieser Schritt lohnt sich also und kommt allen zugute.
Böblingen sollte sich eine Scheibe abschneiden und auf den weiteren Bau von Parkhäusern verzichten. Auch das jüngst gebaute Parkhaus der Mercaden verzeichnet das gleiche Schicksal, nämlichen die geringe Auslastung. Die Bevölkerung zieht den Weg zu Fuß oder mit dem Fahrrad einer Autofahrt vor. Selbst die überaus günstigen Parktickets der Böblinger Mercaden bewirken keine Trendwende.
Hier Bilder der 3. Etage des Mercadenparkhauses an einem Samstag Nachmittag:
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