Archiv für den Monat: März 2016

Sensation vor der Justinus Kerner Schule

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Der Zebrastreifen vor der Justinus Kerner Schule wird verengt, wie auf dem Bild zu sehen. Kinder am Zebrastreifen sind nun von Autofahrern deutlich besser zu erkennen.

Hier kam es immer wieder zu Gefährdungen von Kindern, weil Eltern ihre Autos direkt links und rechts neben dem Zebrastreifen geparkt haben. Kinder, die den Zebrastreifen benutzen wollten,  konnten von herannahenden Autos leicht übersehen werden. Es kam sogar kürzlich zu einem Zwischenfall. Die Gefährdung der Kinder wurde auch in einem früheren Beitrag dokumentiert.

Ein großes Dankeschön an die Stadt Böblingen für diese Maßnahme.

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Autofahrer sind dicker

Eine britische Studie mit über 150.000 Probanden hat ergeben, dass Personen, die zur Arbeit radeln im Schnitt 5 kg (Männer) bzw. 4,4 kg (Frauen) leichter sind als ihre autofahrenden Kollegen. Die Studie bezog sich auf 40 bis 60jährige.

Und dann gibt es ja noch die Kollegen, die mit dem Auto ins Fitnessstudio fahren. Der Gewichtsunterschied zu dieser Spezies wurde allerdings nicht erfasst.

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17. Critical Mass trotz Regen

Obwohl es Anfang der Woche nicht so aussah, war doch der ganze Freitag verregnet. Das gute Wetter kam einen Tag zu spät. Trotzdem fanden sich 10 Fahrradfans ein, um eine Tour durch Böblingen zu wagen – die erste dieses Jahr. Wir sind sicher, dass das Wetter beim nächsten Mal besser sein wird.

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Die Landtagskandidaten antworten

Vor ein paar Tagen haben wir von der RIBB an die Böblinger Landtagskandidaten appelliert, sich für den Radverkehr stark zu machen.
Alle Kandidaten haben auf unseren Brief geantwortet, wofür wir uns ausdrücklich bedanken. Die Antworten sind nachstehend zu lesen, chronologisch nach Eintreffen geordnet:


Antwort von Florian Wahl:

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Ich unterstütze Ihre Forderung nach höheren Investitionen in den Fahrradverkehr. Investitionen müssen immer nachhaltig gedacht werden – ökologisch wie sozial. Das Fahrrad als nicht nur umweltschonendstes und naturfreundlichstes, sondern auch kostenkünstigstes Verkehrsmittel, muss stärkere Wertschätzung erfahren. Bereits im letzten Jahr habe ich mich mit Vertretern des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs getroffen und konnte von diesem Gespräch wertvolle Anregungen mitnehmen.

Ich verfolge eine Doppelstrategie: Einerseits den Ausbau des Fahrradverkehrs durch beispielsweise den flächendeckenden Ausbau von Fahrradwegen, andererseits aber auch erhebliche Investitionen in den ÖPNV, der gewährleisten soll, dass auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können und mobil bleiben.

Indem diese beiden Verkehrsmittel gestärkt und für die Menschen attraktiver gemacht wird, hoffe ich, erreiche zu können, dass Menschen freiwillig und häufiger das Auto in der Garage stehen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr
Florian Wahl


Antwort von Andreas Knapp:

Herr Knapp hat im Falle seiner Wahl ein direktes Gespräch angeboten, um den Radverkehr zu fördern.


Antwort von Thekla Walker:

vielen Dank für Ihre Mail und Ihren Einsatz für eine bessere Förderung des Fahrrad-Verkehrs.

In den Zielen rennen Sie bei uns Grünen hier offene Türen ein. Bei der Umsetzung erweist sich manches oft schwieriger oder langwieriger als gedacht. Diese Erfahrung habe ich auch als Kommunalpolitikerin in Stuttgart gemacht. Ich denke aber, dass wir mit der Politik unseres Verkehrsministers Winfried Hermann in den letzten fünf Jahren durchaus vorzeigbare Resultate vorweisen können und dass uns mit der Radverkehrsstrategie eine Wende gelungen ist, die den Fahrrad-Verkehr in Baden-Württemberg entscheidend voranbringen wird. Neben verstärkten Investitionen in den überregionalen Fahrrad-Verkehr verwiese ich insbesondere auf unser Landesförderprogramm „Kommunale Fahrradinfrastruktur“, die Änderung der LBO, die erfolgreiche Kampagne RadKULTUR und den Radroutenplaner.

Aber selbstverständlich stehen wir beim Fahrrad-Verkehr in Baden-Württemberg noch vor gewaltigen Aufgaben, insbesondere mit Blick auf unsere Klimaziele: Bis zum Jahr 2020 wollen wir Grünen die Kohlendioxidemissionen des Verkehrssektors um 25 Prozent gegenüber 1990 reduzieren. Bis zum Jahr 2050 wollen wir einen vollständig treibhausgasneutralen Verkehr erreichen.

Für die kommende Legislaturperiode haben wir uns deshalb vorgenommen, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, den Radverkehrsanteil in Baden-Württemberg bis 2020 zu verdoppeln und ihn mittelfristig auf 20 Prozent zu steigern. Dieses Ziel kann das Land aber nur in Zusammenarbeit mit den Kommunen verwirklichen. Deshalb zählen wir auf die Kommunen als starke und gleichberechtigte Partner. Zur Vernetzung der kommunalen Radverkehrsinfrastruktur wollen wir das großräumige RadNETZ Baden-Württemberg zwischen allen Ober- und Mittelzentren prioritär umsetzen.

Nochmals vielen Dank auch für Ihre inhaltlichen Hinweise und das Engagement der RIBB.

Mit freundlichen Grüßen

Thekla Walker


Antwort von Paul Nehmet:

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Das Rad ist ein wichtiges Verkehrsmittel für kürzere Wege im Alltag und in der Freizeit. So wurde bereits 2006 der „Runde Tisch Radverkehr Baden-Württemberg“ eingerichtet und 2010 das kommunale Netzwerk „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg“ geschaffen. Diese Initiativen haben Maßstäbe gesetzt und dazu geführt, dass Baden-Württemberg heute ein gut ausgebautes Radverkehrsnetz hat. Darum kann ich Ihre Aussage, dass der Radverkehr von Bund und Land vernachlässigt wurde, nur bedingt nachvollziehen.

Sicherlich gibt es in Böblingen an vielen Stellen noch Verbesserungsmöglichkeiten – insgesamt hat sich aber in den letzten Jahren viel getan. Gerade auch der Böblinger Gemeinderat mit Stadträten wie Dr. Willi Braumann und Frank Hinner haben in unzähligen Sitzungen gemeinsam mit der Stadtverwaltung die Situation analysiert und für Verbesserungsmöglichkeiten geworben.

Wir wollen weiterhin eine angemessene Förderung des Radverkehrs, wollen jedoch keine Bevorzugung gegenüber anderen Verkehrsträgern. Insbesondere im Kreis Böblingen sind die Kommunen sehr stark vom Berufs- und Pendlerverkehr betroffen. Der Radverkehr sollte auch besser mit Hybridlösungen kombiniert werden. Wir brauchen einen Mix aus modernen Infrastruktur- und Verkehrsleitmaßnahmen.

Wir setzen auf eine ausgewogene Verkehrspolitik, die die verschiedenen Verkehrsträger optimal verknüpft und den Menschen möglichst viele Wahlmöglichkeiten gibt.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Nemeth

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Appell an die Landtagskandidaten

Der folgende Appell, sich für den Radverkehr einzusetzen, wurde an Thekla Walker, Florian Wahl, Paul Nehmet, Andreas Knapp – die Kandidatinnen und Kandidaten der Landtagswahl für den Kreis Böblingen – gesendet:

Sehr geehrte(r) Frau/Herr …,

am 13. März 2016 finden in Baden-Württemberg die Landtagswahlen statt. Die Radinitiative Böblingen RIBB wendet sich an Sie, als Kandidat(in), die kostengünstigste Art des Verkehrs, den Fahrrad-Verkehr, mit Nachdruck zu fördern. Der Fahrrad-Verkehr ist die nachhaltigste, umweltfreundlichste und gesündeste Art der Fortbewegung. Der Kfz-Verkehr, der mit giftigen Abgasen Gesundheit und Wohlbefinden der Bewohner gefährdet und zur Klimakatastrophe beiträgt, darf nicht weiter bevorzugt werden. Ziel sollte deshalb sein, den Anteil des Radverkehrs in den nächsten 10 Jahren landesweit zu verdreifachen.
Der Fahrradverkehr wird seit Jahrzehnten in Kommunen, dem Land, aber auch bundesweit finanziell vernachlässigt. Die Ausblendung des Radverkehrs und die weiter massiven Ausgaben für die Kraftfahrzeuge sind weder nachhaltig, noch lösen sie unsere Verkehrs- und Platzprobleme. Innovative Verkehrspolitik heißt jedoch massive Investitionen in Alternativen zum Auto. Lärm, Abgase, Stau, Flächenversiegelung und Stadtzerstörung lassen sich innerorts nur durch Umstieg auf Fahrrad oder E-Bike reduzieren.
Für die marode innerstädtische Radinfrastruktur brauchen Kommunen zusätzliche Fördermittel des Landes. Auch das sichere Abstellen der Fahrräder ist oft ein Problem. Deshalb fordern wir Unterstützung für den Bau guter und sicherer Fahrradabstellanlagen an öffentlichen Gebäuden, an Bahnhöfen und Busstationen, auch in kleineren Gemeinden.
Außerorts ist der Großteil unserer Landes- und Bundesstraßen ohne sichere Radwege ausgestattet. Fahrräder und Pedelecs können das Auto auf dem Weg zur Arbeit auf Distanzen bis über 15 Kilometer gut ersetzen. Wir von der RIBB sehen deshalb Land und Bund in der Pflicht, mehr in komfortable Radwege zu investieren, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Berufspendler zum Umstieg vom Auto auf das Fahrrad zu motivieren. Wir bitten Sie deshalb, sich für eine nachhaltige Fahrrad-Verkehrspolitik stark zu machen,

mit freundlichen Grüßen
für die Radinitiative Böblingen RIBB

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Termin für 74. Böblinger AG Radverkehr steht fest

Die Gemeinde Böblingen lädt zur 74. AG Radverkehr am 12. April 2016, 16:00 Uhr ein. Die Sitzung findet im kleinen Sitzungssaal im neuen Rathaus statt.
Interessierte können sich bei Herrn Weidmann (weidmann (ät) boeblingen.de) anmelden.
Ein Thema wird die Radverkehrssituation entlang der Calwer Straße sein.

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