Archiv der Kategorie: Rathaus

Protokoll der 76. AG Radverkehr am 19.6.2017

Hier das offizielle Protokoll der 76. AG Radverkehr.

Dazu eine Zeichnung der geplanten Radwege an der Berliner Straße: Berliner Strasse

Roland Schmitt vom ADFC hat in der AG Radverkehr das Ergebnis des ADFC Fahrradklimatests 2016 für Böblingen vorgestellt. Unter anderem wurden auch die Kommentare der Teilnehmer zusammengefasst:
ADFC Klimatest 2016 Böblingen
ADFC Klimatest 2016 – Kommentare

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Die Kreiszeitung über den Böblinger Radverkehr

Die Kreiszeitung vom 24.6.2017 berichtet über künftige Böblinger Vorhaben in punkto Radverkehr. Die AG Radverkehr, die am 19.6. stattfand, findet auch kurz Erwähnung.

Unerwähnt bleibt, dass Roland Schmidt vom ADFC den Radverantwortlichen der Gemeinde Böblingen einen Einblick in die Auswertung des ADFC Fahrradklimatests gegeben hat. Die Note 4,2 für Böblingen wurde mit einiger Enttäuschung aufgenommen. Diese Bewertung könnte sich beim nächsten Klimatest verbessern, wenn einige Projekte wie versprochen umgesetzt werden. Darunter zählt z.B. der beidseitige Ausbau von Radwegen an der Herrenberger Straße.

Frau Kruppa fasste das Ergebnis des Stadtradelns zusammen und war mit dem Ergebnis durchaus zufrieden. Vielleicht werden es nächstes Jahr noch mehr Teilnehmer.

Ein kleines Schmankerl stellten Herr Baader und Herr Weidmann noch vor: Die Berliner Straße bekommt zwischen Herrenberger Straße und Breslauer Straße einen durchgehenden, beidseitigen Radweg. Auch wenn dies nicht auf die Zustimmung aller traf, ist schon die Anwesenheit von weiteren Radmarkierungen ein gutes Zeichen für den Böblingen Radverkehr, wie ich finde.

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Böblingen im ADFC Fahrradklimatest 2016

Die Ergebnisse des ADFC Fahrradklimatests 2016 liegen nun vor. Die Befragung fand im Herbst 2016 statt.
138 Böblinger haben sich an der Umfrage beteiligt, fast genauso viele wie 2014. Relativ ist dieser Wert vergleichbar mit Freiburg, das den 2. Platz in Baden-Württemberg eingenommen hat. Das Interesse am Fahrradfahren ist also unverändert groß.
Und wie haben die Böblinger abgestimmt? 4,2 – exakt der gleiche Wert wie vor 2 Jahren. Kurz gesagt: Es hat sich nichts getan.
Die hohe Beteiligung belegt, dass diese Bewertung nicht das Ergebnis einiger „verbiesterter“ Radlerinnen und Radler ist, sondern auf einer breiten Einschätzung basiert.
Man kann sich nur wiederholen: Böblingen hat einige Möglichkeiten gehabt, seine Fahrradfreundlichkeit unter Beweis zu stellen, die aber allesamt „vergeigt“ wurden. Allein die Radwege um die Mercaden herum sind ein Grauen. Radweg Mercaden In den letzten beiden Jahren wurden nicht einmal Radwege eingeweiht, die mehr als 50 Meter Länge aufweisen. Flickwerk par excellence. Im Zuge der Verkehrswende, die in aller Munde ist, muss die Stadt Böblingen reagieren und endlich tragfähige Fahrradkonzepte für die nächsten Jahrzehnte ausarbeiten. Es könnte sehr peinlich werden, denn der Landkreis sorgt mittlerweile für eine gute überörtliche Anbindung, die aber an der Böblinger Ortsgrenze abrupt endet.
Mittlerweile hat Böblingen eine gute Anbindung an die Fernstraßen, wie z.B. 464, A81 oder die Umgehungsstraße nach Schönaich. Die Anbindung an den überörtlichen Verkehr ist vorhanden, sodass man als Autofahrer nicht mühsam durch die Stadt muss. Dadurch hat sich aber eine Verschiebung des Verkehrs ergeben. Es sind nun die Böblinger selber, die die frei gewordenen Straßen nutzen. Ich kenne Beispiele, da werden 16-jährige zur 1,5 km entfernte Schulen chauffiert. Diesen hausgemachten Verkehr gilt es einzudämmen. Es wurden bereits NOx-Messungen durchgeführt, die eine schlechte Luftqualität belegen. Und fragen Sie mal die Anwohner der Friedrich-List-Straße nach der Lärmbelästigung. Kurzstrecken innerhalb Böblingens müssen mit dem Fahrrad bequemer und sicherer werden. Es darf sich nicht lohnen, den Innerortsverkehr mit dem Auto zu bewerkstelligen. Eine zukunftsweisende Verkehrsplanung sieht so aus:

copenhagenize.eu

Aber den Böblingern klar zu machen, dass sie nicht überall und jederzeit bequem mit dem Auto fahren können, erfordert Mut. Immerhin, es gibt hier und da Lichtblicke. Böblingen beteiligt sich nun offiziell am Stadtradeln. Man darf derartige Projekte nicht unterschätzen, denn dadurch werden Leute auf das Fahrrad gelockt und merken, dass Radeln durchaus eine Alternative ist. Zusätzlich bietet das Stadtradeln Gesprächsstoff. Radfahren wird zum Thema.

Es gibt sogar preiswerte Möglichkeiten für Böblingen, den Radfahrern und -fahrerinnen das Leben zu erleichtern. Dazu gehören:

  • Werbung für das Radfahren
  • Bessere Wegbeschilderung für Radfahrer
  • Fahrradfreundlichere Ampelschaltungen
  • Bessere Beschilderung bei Baustellen
  • Schaffung von Bannmeilen für Autos rund um Schulen und Kindergärten
  • Bessere Parkkontrollen mit Schwerpunkt Poststraße (Zuparken von Fahrradwegen).
  • Schaffung von Abstellplätzen im Innenraum (Poststraße, Stadtgrabenstraße). Umwandlung einiger Parkplätze in Radabstellplätze.
  • Mehr Werbung für Parken in Parkhäusern.

Diese kostengünstigen Maßnahmen würden die Glaubwürdigkeit der Böblinger Radambitionen deutlich verbessern.

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Parken in der Poststraße

Das Thema Parken auf dem Fahrradweg in der Poststraße wurde schon oft auf dieser Homepage thematisiert.
Was ich bisher nicht wusste: Wenn man dem Ordnungsamt einen Radwegparker meldet – z.B. per E-Mail und Foto – kann man erwähnen, dass man den Fahrer auf sein Fehlverhalten hingewiesen hat. In diesem verdoppelt sich die Strafe auf 60 Euro. 60 Euro sind mehr als ärgerlich.
Aus interner Quelle weiß ich, dass das Ordnungsamt angewiesen ist, den Meldungen per E-Mail nachzugehen.
Also wenn jemand blöd reagiert, wenn er auf das Falschparken in der Poststraße angesprochen wird, Foto machen, E-Mail senden und fertig. Der Ärger kommt bestimmt.

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Stadtradeln – Böblingen ist dabei

Die Stadt Böblingen beteiligt sich erstmals am Stadtradeln. Einzelpersonen oder Vereine können sich anmelden und vom 5. bis 25. Mai Kilometer sammeln. Dadurch sollen möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zum Radfahren animiert werden.

Mit dem oben angegebenen Link kann man sich registrieren. Es können auch Teams gegründet werden. Einfach mitmachen!

Die aktivsten Radlerinnen, Radler und Teams werden am 21.7.2017 bei der 200-Jahre-Fahrrad Jubiläumstour geehrt.

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Viele Fahrrad-Themen im Amtsblatt

Das Amtsblatt vom 16.12.2016 beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema „Fahrrad“.
Auf Seite 2 wird die neue Radverkehrsführung der Herrenbergerstraße Richtung Ehningen vorgestellt. Der Radweg wird zum Teil auf die Straße verlegt, mit dem Vorteil, dass die Grünphasen für Radler genauso lang sind, wie die des KfZ-Verkehrs. Diese Lösung wurde auch in der letzten AG-Radverkehr vorgestellt.

Böblingen hat außerdem einen Schulradwegsplan für alle Schulen erstellt, der auf Seite 3 vorgestellt wird. Es ist immerhin ein Anfang, Schüler zu ermuntern, das Fahrrad für den Schulweg zu benutzen. Es ist immer noch zu beobachten, dass Eltern selbst den fast erwachsenen Nachwuchs mit dem Auto zur Schule zu bringen (zu meiner Zeit hat man sich für so etwas geschämt).
Trotz dieser Bemühungen ist Böblingen noch weit davon entfernt, ein durchgehendes und sicheres Fahrradnetz vorweisen zu können. Aber die Bemühungen zur Besserung sind deutlich zu erkennen.
Fälschlicherweise wird im Amtsblatt behauptet, dass man Zebrastreifen mit dem Fahrrad nicht queren darf. Wie der ADFC erwähnt, ist man als Fahrradfahrer lediglich nicht vorfahrtsberechtigt, die Querung ist aber erlaubt. Was Sie vielleicht noch nicht wussten: Fahrradfahrer mit einem Fuß auf dem Pedal und dem anderen Fuß schiebend gelten als Fußgänger.

Früh morgens am Nikolaustag hat sich Baubürgermeisterin Frau Kraayvanger am Elbenplatz postiert, um Kontakt mit Radfahrern aufzunehmen. Für Radler ohne Licht gab es sogar „Lichtgutscheine“, ansonsten verteilte sie Schokoherze. Beeindruckende 150 Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer passierten den Elbenplatz zwischen 6:30 und 8:30 Uhr. Eine schöne Aktion, wie ich finde. Hier der Artikel im Amtsblatt.

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