Archiv der Kategorie: Rathaus

Fragen an die Bundestagskandidaten zur Verkehrswende

Am 24.September ist Bundestagswahl. Im Pariser Klimaabkommen haben sich die größten CO2-Emittenten zur Senkung der Treibhausgase verpflichtet, unter anderem auch Deutschland. Es ist abzusehen, dass Deutschland die selbst gesteckten Emissionsziele für 2020 verfehlen wird. Der Sektor „Verkehr“ weist in den letzten Jahren sogar einen Anstieg auf.
Umso dringender ist es, eine echte Verkehrswende einzuleiten und die Mobilität in Deutschland auf Nachhaltigkeit zu trimmen, was politisch in den letzten Jahren offensichtlich nicht gelang.
Dazu befragen wir die Bundestagskandidaten des Wahlkreises Böblingen. An die Kandidaten Tobias Bacherle (Grüne), Marc Biadacz (CDU), Marcus Frohnmaier (AfD), Jasmina Hostert (SPD), Johanna Jäckh-Vermeulen (MLPD), Friedhild Anni Miller (FriDi), Richard Pitterle (Linke) und Florian Toncar (FDP) ging folgendes Schreiben:


Sehr geehrte(r) Frau/Herr XXX,

Sie als Böblinger Kandidat/in für den künftigen Bundestag tragen möglicherweise Verantwortung für die Zukunft unseres Landes.
Mit dem Pariser Klimaabkommen hat sich Deutschland zur Senkung der CO2-Emissionen verpflichtet. Dennoch gab es im Sektor Kfz-Verkehr im vergangenen Jahrzehnt keine Senkung des CO2-Ausstoßes. Nicht nur wir als Radinitiative Radeln in BB sehen ein großes Potential durch den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad oder andere Verkehrsmittel. Angestoßen auch durch den Dieselskandal könnte sich die Verkehrswende zum Top-Thema der nächsten Wahlperiode entwickeln. Um die Wähler über Ihre Einstellung zur nachhaltigen Mobilität und zur Förderung des Radverkehrs zu informieren, bitten wir Sie um die Beantwortung folgender Fragen:

1. Wie werden Sie sich – im Falle einer Wahl in den Bundestag – für die Senkung der CO2-Emissionen im Sektor Verkehr einsetzen?
2. Ist Ihnen die Verkehrswende inklusive der Förderung des Radverkehrs wichtig?
3. Haben Sie sich bisher in irgendeiner Weise für die Förderung des Radverkehrs eingesetzt?
4. Wie oft fahren Sie Fahrrad und zu welchem Zweck (Freizeit/Beruf/Besorgungen)?

Die Antworten werden auf der Homepage http://www.radeln-in-bb.de bzw. http://www.radeln-in-bb.de/fragen-an-die-bundestagskandidaten-zur-verkehrswende veröffentlicht. Vielen Dank für die Beantwortung.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Sundermann
Radinitiative Böblingen

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Neue Regelung der Fußgängerampel an der Tübinger Straße

Die meisten Böblinger kennen die Fußgängerampel an der Tübinger Straße, die den Birkenhain mit dem Maurener Weg verbindet. Die Ampel fällt meist unangenehm durch lange Wartezeiten auf.
Auf Anfrage der Radinitiative Böblingen wurde jetzt die Ampelschaltung verändert und damit Fußgänger- bzw. Radfahrer-freundlicher gestaltet.
Die Situation ist folgende: Die Ampel an der Hauptkreuzung vor dem Landratsamt wurde rot, wenn ein PKW von der Tübinger Straße links Richtung Alba-Brücke fahren wollte, oder ein PKW von der Alba-Brücke kommend links in die Tübinger Straße einbiegen wollte. Die Fußgängerampel blieb gleichzeitig rot, wenn nicht jemand vorher den Bedarfsknopf gedrückt hatte.
Es konnte aber vorkommen, dass man die Tübinger Straße queren wollte, die Hauptampel zwar rot zeigte, man aber den Zeitpunkt zum Drücken verpasst hatte. Somit musste man eine volle Phase warten, bis die Fußgängerampel wieder grün wurde. Und das konnte dauern.
Nach der Änderung wird die Fußgängerampel jedesmal grün, wenn die Hauptampel für die Hauptrichtung entlang der Tübinger Straße rot zeigt.


Ein PKW möchte links in Richtung Alba-Brücke abbiegen.

Die Hauptampel ist nun rot. Die Fußgängerampel zeigt nun jedesmal grün für Fußgänger und Radfahrer, auch wenn niemand gedrückt hat. Ich habe schon davon profitiert.

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Leserbrief zur Berliner Straße

Die Diskussionen um die Berliner Straße dauern an. Die Kreiszeitung vom 22.8.2017 bringt einen weiteren Leserbrief.

Es macht schon betroffen, wenn in sozialen Netzwerken oder selbst in Leserbriefen pauschal Mitarbeiter der Stadtverwaltung als blöd dargestellt werden, dazu noch ohne diese zu kontaktieren oder Informationen zu erfragen. Die Markierungsarbeiten am neu geteerten Berliner Platz sind sehr wohl sinnvoll. Fakt ist, gegenüber dem früheren Zustand hat sich ja nichts geändert. Das heißt, sowohl Gehwege wie auch die Straße können von Radlern weiterhin benutzt werden. Das Neue ist: Auf der 10 Meter breiten Straße wird dem schnellen Radfahrer beidseitig ein Schutzstreifen angeboten. Was soll daran falsch sein? Weshalb soll das nun eine weitere Gefahrenquelle sein? Im Gegensatz zu früheren mangelhaften Markierungen sorgen diese Streifen nun für Klarheit, wo die schnellen Radler und Pedelecs zu fahren haben: Jedenfalls nicht auf dem Gehweg. Rücksichtslosen Autofahrern gefällt das natürlich nicht, deshalb wohl diese Sommerloch-Aufregung.

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Protokoll der 76. AG Radverkehr am 19.6.2017

Hier das offizielle Protokoll der 76. AG Radverkehr.

Dazu eine Zeichnung der geplanten Radwege an der Berliner Straße: Berliner Strasse

Roland Schmitt vom ADFC hat in der AG Radverkehr das Ergebnis des ADFC Fahrradklimatests 2016 für Böblingen vorgestellt. Unter anderem wurden auch die Kommentare der Teilnehmer zusammengefasst:
ADFC Klimatest 2016 Böblingen
ADFC Klimatest 2016 – Kommentare

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Die Kreiszeitung über den Böblinger Radverkehr

Die Kreiszeitung vom 24.6.2017 berichtet über künftige Böblinger Vorhaben in punkto Radverkehr. Die AG Radverkehr, die am 19.6. stattfand, findet auch kurz Erwähnung.

Unerwähnt bleibt, dass Roland Schmidt vom ADFC den Radverantwortlichen der Gemeinde Böblingen einen Einblick in die Auswertung des ADFC Fahrradklimatests gegeben hat. Die Note 4,2 für Böblingen wurde mit einiger Enttäuschung aufgenommen. Diese Bewertung könnte sich beim nächsten Klimatest verbessern, wenn einige Projekte wie versprochen umgesetzt werden. Darunter zählt z.B. der beidseitige Ausbau von Radwegen an der Herrenberger Straße.

Frau Kruppa fasste das Ergebnis des Stadtradelns zusammen und war mit dem Ergebnis durchaus zufrieden. Vielleicht werden es nächstes Jahr noch mehr Teilnehmer.

Ein kleines Schmankerl stellten Herr Baader und Herr Weidmann noch vor: Die Berliner Straße bekommt zwischen Herrenberger Straße und Breslauer Straße einen durchgehenden, beidseitigen Radweg. Auch wenn dies nicht auf die Zustimmung aller traf, ist schon die Anwesenheit von weiteren Radmarkierungen ein gutes Zeichen für den Böblingen Radverkehr, wie ich finde.

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Böblingen im ADFC Fahrradklimatest 2016

Die Ergebnisse des ADFC Fahrradklimatests 2016 liegen nun vor. Die Befragung fand im Herbst 2016 statt.
138 Böblinger haben sich an der Umfrage beteiligt, fast genauso viele wie 2014. Relativ ist dieser Wert vergleichbar mit Freiburg, das den 2. Platz in Baden-Württemberg eingenommen hat. Das Interesse am Fahrradfahren ist also unverändert groß.
Und wie haben die Böblinger abgestimmt? 4,2 – exakt der gleiche Wert wie vor 2 Jahren. Kurz gesagt: Es hat sich nichts getan.
Die hohe Beteiligung belegt, dass diese Bewertung nicht das Ergebnis einiger „verbiesterter“ Radlerinnen und Radler ist, sondern auf einer breiten Einschätzung basiert.
Man kann sich nur wiederholen: Böblingen hat einige Möglichkeiten gehabt, seine Fahrradfreundlichkeit unter Beweis zu stellen, die aber allesamt „vergeigt“ wurden. Allein die Radwege um die Mercaden herum sind ein Grauen. Radweg Mercaden In den letzten beiden Jahren wurden nicht einmal Radwege eingeweiht, die mehr als 50 Meter Länge aufweisen. Flickwerk par excellence. Im Zuge der Verkehrswende, die in aller Munde ist, muss die Stadt Böblingen reagieren und endlich tragfähige Fahrradkonzepte für die nächsten Jahrzehnte ausarbeiten. Es könnte sehr peinlich werden, denn der Landkreis sorgt mittlerweile für eine gute überörtliche Anbindung, die aber an der Böblinger Ortsgrenze abrupt endet.
Mittlerweile hat Böblingen eine gute Anbindung an die Fernstraßen, wie z.B. 464, A81 oder die Umgehungsstraße nach Schönaich. Die Anbindung an den überörtlichen Verkehr ist vorhanden, sodass man als Autofahrer nicht mühsam durch die Stadt muss. Dadurch hat sich aber eine Verschiebung des Verkehrs ergeben. Es sind nun die Böblinger selber, die die frei gewordenen Straßen nutzen. Ich kenne Beispiele, da werden 16-jährige zur 1,5 km entfernte Schulen chauffiert. Diesen hausgemachten Verkehr gilt es einzudämmen. Es wurden bereits NOx-Messungen durchgeführt, die eine schlechte Luftqualität belegen. Und fragen Sie mal die Anwohner der Friedrich-List-Straße nach der Lärmbelästigung. Kurzstrecken innerhalb Böblingens müssen mit dem Fahrrad bequemer und sicherer werden. Es darf sich nicht lohnen, den Innerortsverkehr mit dem Auto zu bewerkstelligen. Eine zukunftsweisende Verkehrsplanung sieht so aus:

copenhagenize.eu

Aber den Böblingern klar zu machen, dass sie nicht überall und jederzeit bequem mit dem Auto fahren können, erfordert Mut. Immerhin, es gibt hier und da Lichtblicke. Böblingen beteiligt sich nun offiziell am Stadtradeln. Man darf derartige Projekte nicht unterschätzen, denn dadurch werden Leute auf das Fahrrad gelockt und merken, dass Radeln durchaus eine Alternative ist. Zusätzlich bietet das Stadtradeln Gesprächsstoff. Radfahren wird zum Thema.

Es gibt sogar preiswerte Möglichkeiten für Böblingen, den Radfahrern und -fahrerinnen das Leben zu erleichtern. Dazu gehören:

  • Werbung für das Radfahren
  • Bessere Wegbeschilderung für Radfahrer
  • Fahrradfreundlichere Ampelschaltungen
  • Bessere Beschilderung bei Baustellen
  • Schaffung von Bannmeilen für Autos rund um Schulen und Kindergärten
  • Bessere Parkkontrollen mit Schwerpunkt Poststraße (Zuparken von Fahrradwegen).
  • Schaffung von Abstellplätzen im Innenraum (Poststraße, Stadtgrabenstraße). Umwandlung einiger Parkplätze in Radabstellplätze.
  • Mehr Werbung für Parken in Parkhäusern.

Diese kostengünstigen Maßnahmen würden die Glaubwürdigkeit der Böblinger Radambitionen deutlich verbessern.

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Parken in der Poststraße

Das Thema Parken auf dem Fahrradweg in der Poststraße wurde schon oft auf dieser Homepage thematisiert.
Was ich bisher nicht wusste: Wenn man dem Ordnungsamt einen Radwegparker meldet – z.B. per E-Mail und Foto – kann man erwähnen, dass man den Fahrer auf sein Fehlverhalten hingewiesen hat. In diesem verdoppelt sich die Strafe auf 60 Euro. 60 Euro sind mehr als ärgerlich.
Aus interner Quelle weiß ich, dass das Ordnungsamt angewiesen ist, den Meldungen per E-Mail nachzugehen.
Also wenn jemand blöd reagiert, wenn er auf das Falschparken in der Poststraße angesprochen wird, Foto machen, E-Mail senden und fertig. Der Ärger kommt bestimmt.

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Stadtradeln – Böblingen ist dabei

Die Stadt Böblingen beteiligt sich erstmals am Stadtradeln. Einzelpersonen oder Vereine können sich anmelden und vom 5. bis 25. Mai Kilometer sammeln. Dadurch sollen möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zum Radfahren animiert werden.

Mit dem oben angegebenen Link kann man sich registrieren. Es können auch Teams gegründet werden. Einfach mitmachen!

Die aktivsten Radlerinnen, Radler und Teams werden am 21.7.2017 bei der 200-Jahre-Fahrrad Jubiläumstour geehrt.

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