Spatenstich für die neue Radschnellverbindung nach Stuttgart

Endlich ist es soweit: Die Radschnellverbindung nach Vaihingen/Österfeld wird gebaut. Heute, 10.9.2018, war öffentlicher Spatenstich mit Winfried Herrmann, dem Böblinger OB Stefan Belz, dem Böblinger ADFC Vorsitzenden Roland Schmitt und weiteren.
Die Veranstaltung wurde allerdings durch Demonstranten gestört, die partout den neuen Radweg ablehnen. Zum Glück sind es nur einige wenige, die sich gegen die Radschnellverbindung aussprechen.
Trotz des Pflasters nutzen bereits heute täglich mehrere hundert Radlerinnen und Radler den Weg durch den Wald. Meiner Frau ist bereits einmal die Kette vom Ritzel gesprungen, wegen der großen Vibrationen. Bei Nässe wird das Pflaster ebenso gemieden, denn dann ist die Pflastersteinoberfläche glitschig und gefährlich. Der neue Belag und die automatische Beleuchtung wird sicher für noch mehr Radverkehr sorgen.
Der (kostenpflichtige) Artikel in der Kreiszeitung befindet sich hier.

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3 Comments on “Spatenstich für die neue Radschnellverbindung nach Stuttgart”

  1. Warum soll die Route über die Römerstraße schlecht sein? Wenn ich vom Böblinger Elbenplatz zum Marienplatz in Stuttgart fahre, ist sie sogar 200 m kürzer als die Variante über die alte B14. Zugegeben, ich muss auf der Rückfahrt ca. 20 Höhenmeter mehr bewältigen und der steilste Anstieg hat 2% mehr Steigung. Mit einem guten Rad mit entsprechender Gangschaltung und einem einigermaßen guten Fitnesszustand (muss nicht unbedingt sportlich sein!) ist dies aber gut zu bewältigen. Viele Radrouten in unserer Region sind topografisch anspruchsvoller als solche im Flachland. Für Menschen, die sich nicht ganz so gerne anstrengen wollen oder auch können und die evtl. auf der Fahrt zur Arbeit auch größere Strecken zurücklegen müssen, gibt es aber mit den Pedelecs inzwischen eine tolle Möglichkeit die täglichen Wege trotzdem mit dem Rad zu erledigen. Die Verbindungen von der Rohrer Höhe aus sind viel variabler (Uni, Schillerplatz, Industriegebiet Vaihingen/Möhringen und Fildern) als vom Eiermann-Campus aus. Jeder, der mal einen Routenplaner benutzt und verschiedene Varianten durchspielt, wird sehr schnell feststellen, dass die Fahrt auf Römerstraße meist die bessere Alternative ist. Die Investition in den Ausbau der Römerstraße und in die Zufahrt aus Sindelfingen, die gerade mal dem Gegenwert von 100 m Autobahnbau entspricht, ist gut angelegtes Geld.

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  2. Ich radle manchmal nach Stuttgart, aber zurück von Stuttgart nach Böblingen nur sehr selten, weil man zuerst zum Schillerplatz in Vaihingen hoch muss und dann noch die Waldburgstraße hoch muss. Da nehme ich dann gleich die S-Bahn für den Rückweg. Die Trassenführung über die Waldburgstraße ist nur etwas für Elektro-Radler oder sportliche Radler, aber ein Radschnellweg soll doch für den Normalbenutzer sein! Laut Amtsblatt kommt die Trassenführung neben der Kreisstraße nicht in Frage, weil man erstens Landschaft versiegeln müsste und es zweitens viele Millionen kostet (3 Mio€?). Ein Fahrbahn der Kreisstraße zum Radschnellweg zu machen, geht offensichtlich auch nicht, weil man sie als Umleitung für die A81-Verbreitungs-Bauarbeiten braucht. Nun, dann muss man halt konsequent und ehrlich sein: Die Trassenführung über die Waldburgstraße ist ungeeignet. Die neben der Kreisstraße ist zu teuer und Bodenversiegelung. Umwidmung einer Fahrbahn der Kreisstraße geht nicht wegen A81-Umbau. Dann kann man eben keinen Radschnellweg bauen!
    Jetzt werden 800.000€ für einen schlechten sog. Radschnellweg ausgegeben. Es ist schlimmer 800.000€ für das falsche aus zu geben als 3 Mio. € für das richtige - oder eben weder 800.000 noch 3 Mio. € auszugeben und konsequent keinen Radschnellweg zu bauen.

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  3. Leserbrief vom 14. September 2018 - 14:30

    Zum Artikel "Ruckelfreie Fahrt für die Radler" vom 11. September über die Einweihung der Radschnellverbindung nach Stuttgart

    Das Geld hätte man sich sparen können. Die bisherigen Nutzer werden es komfortabler haben. Rennradler und Inlineskater werden sich dazu gesellen. Aber nur wenige Menschen werden, um hier zu fahren, ihr Auto stehen lassen. Sie müssen sich nämlich weiterhin die Waldburgstraße heraufquälen oder im Vaihinger Teil der Panzerstraße das Bremsen auf feuchtem Pflaster beherrschen. Und wird sich, trotz mitwandernder Beleuchtung, auch nur eine Radlerin mehr in den Wald trauen? Ein Radschnellweg (RSW) kann nur an der alten B14 entstehen! Hier haben wir im Vergleich moderatere Steigungen, weniger Höhenmeter zu überwinden, eine gute Anbindung ins Vaihinger Zentrum, zur Uni und nach Sindelfingen. Und im Zuge der A81-Umbaumaßnahmen könnte ein perfekter Anschluss nach Böblingen gebaut werden. Und diesen RSW bekäme man fast geschenkt: Ein Fahrstreifen der B14 wird zur Einbahnstraße, der andere zum RSW. Der Autoverkehr wird es verkraften: Schließlich funktioniert die aktuelle Vollsperrung ja schon seit Monaten.

    Claus Kukuk, Sindelfingen

    Anmerkung der Redaktion: Die alte B 14 wird als Ausweichstrecke während der Zeit der A-81-Verbreiterung für den Autoverkehr benötigt. Sie kommt daher für den Radschnellweg nicht in Betracht. Dies sagten die Verantwortlichen auf der Einweihung der Radschnellverbindung.

    Anmerkung CK:
    Und nach der A81-Verbreiterung? Kommt die RSV dann wieder in Betracht? Oder für immer gestorben wegen einer temporären Baumaßnahme?

    Und noch ein anderes Thema möchte ich hier adressieren:
    In den alten Planungsfeststellungsunterlagen zum "A81-Deckel" konnte ich keinen neuen Radweg finden der über oder entlang des Deckels oder entlang einer neuen Autobahnbrücke geplant ist.
    Hier könnten sehr attraktive Radverbindungen geschaffen werden. Aber aktuell wird sich keine beiden Stadtverwaltungen Gedanken darüber gemacht haben. Erst wenn der Deckel fertig ist, wird die Planung aufgenommen. Und dann wird es so sein das die geeigneten Räume für einen RW nicht mehr existieren oder attraktive Strecken nur unter großem Aufwand gebaut werden können. Und dann lässt man das. Und dann wird weiter herumgeflickt ...
    Die neuen Planungsfeststellungsunterlagen liegen ab 24.9. in den Gemeindeverwaltungen oder sind im Internet zu finden.

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