Das Fahrrad boomt – im Guten wie im Schlechten

Kaum ein Tag vergeht, dass nicht eine große Tageszeitung sich dem Thema „Fahrrad“ widmet. Die Süddeutsche Zeitung schreibt in ihrem Artikel, wie Radhändler ihre Kunden lange warten lassen müssen oder Reparaturen wegen Überlastung gar nicht erst durchführen können. Dazu kommen noch Lieferengpässe der Zulieferer, weil auch der Nachschub aus Asien fehlt. Keine guten Zeiten für Kunden. Es ist leider auch zu befürchten, dass der Fahrraddiebstahl zunehmen wird.

Das habe auch ich zu spüren bekommen. Obwohl gut gesichert, wurde mir mein Fahrrad gestohlen und langsam aber sicher muss ich für Ersatz sorgen. Böblingen ist umso schwerer betroffen, weil zwei Händler kürzlich geschlossen haben. Wenn man nicht unbedingt ein Mainstream Fahrrad möchte, hat man im Raum Böblingen/Sindelfingen schlechte Karten.

Der Druck auf dem Fahrradmarkt ist doppelt hoch. Zum einen, weil es durch die Schließungen im Frühjahr einen Nachholbedarf gibt, zum anderen, weil viele in der Tat das Rad neu entdecken. Laut der SZ ist auch das untere Preissegment sehr nachgefragt.

Die sogenannten Popup-Bikelanes sind gerade in aller Munde. Einige Städte wandeln Autospuren oder Parkplätze um in Radwege und sichern diese durch Pylonen. Berlin mit seinem Mobilitätsgesetz ist in Deutschland Vorreiter, aber auch in Stuttgart soll es eine solche Bikelane geben.

In Böblingen werden gerade einige neue Radwege eingerichtet. Der Zeitpunkt könnte nicht besser sein. Nicht mehr lange und Herrenbergerstraße, Elbenplatz und Calwerstraße sind fahrradfreundlich mit Radwegen ausgestattet. Die aktuelle Baustellensituation ist leider eine Konsequenz von diesem Ausbau. Das Geschrei über Umwege und gesperrte Fahrspuren ist allgemein groß. Aber, mit dem Fahhrad (das von meiner Frau, meins ist ja geklaut) bin ich bisher überall hingekommen. Vielleicht sollte es der eine oder andere Schreihals mal damit probieren.

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