Archiv für den Monat: Oktober 2014

Nächste Critical Mass Freitag, 31.10.

Es ist wieder soweit: am Freitag startet die 7. Böblinger Critical Mass.
Besonders diesmal: Bundestagsmitglied Matthias Gastel hat sich angekündigt, worauf wir uns besonders freuen.
Nähere Informationen hier.

Viel Spaß!

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Studie über Wirksamkeit von Fahrradhelmen

Die Unfallforschung für Versicherer (UDV) bestätigt in einer Studie die Wirksamkeit von Fahrradhelmen. Für den einzelnen ist es also ratsam, stets mit Helm Fahrrad zu fahren.
Daneben gibt es aber auch Studien, die nachweisen, dass Autofahrer an Radlern mit Helm dichter vorbeifahren als an Radlern ohne Helm. Tja, so sind sie, die Autofahrer.

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Leserbrief Kreiszeitung

Leserbrief aus der Kreiszeitung vom 22.10.2014

Frau Ebel beklagt in ihrem Leserbrief vom 18. Oktober die unverständlichen Vorgaben für den Radverkehr. Rauf auf den Gehweg, runter vom Gehweg; den Eindruck reiner Willkür der Verwaltung kann ich nur bestätigen. Und, wer einigermaßen schnell durch die Stadt radeln möchte, muss oft gegen Regeln verstoßen. Beispiel sei hier die Sindelfinger Straße beim Asylbewerberheim: Ab der Talstraße besteht hier Gehwegzwang. D.h. der Radfahrer muss auf den Gehweg, darf nur langsam fahren, an wartenden Fußgängern an der Ampel kommt er nicht vorbei. Selbst bei Vorfahrt an der Charlottenstraße kann der Radler auf dem Gehweg nur Schrittgeschwindigkeit fahren, weil der von rechts kommende Kfz-Verkehr ihn wegen der Hausecke nicht rechtzeitig sehen kann.
Gleiches gilt für Stellplatzausfahrten, bei denen Autofahrer blind rückwärts auf den Radweg fahren. Mauern und Hecken verdecken die Sicht. Der Radfahrer soll anhalten. Der von der Stadt verordnete Gehwegzwang dient hier nicht der Sicherheit des Radlers sondern dem schnelleren Autoverkehr. Deshalb ist hier in der Sindelfinger Straße der Gehwegzwang für Radfahrer eigentlich gar nicht zulässig, wie gesagt, reine Willkür. Zudem ist der Gehweg an dieser Stelle für Radfahrer zu schmal und Fußgänger werden gefährdet. Aus Gründen der Sicherheit sollte dort das Schild Radeln auf dem Gehweg nicht befolgt werden, auch wenn das eine Ordnungswidrigkeit wäre. Gleiches gilt für eine ganze Reihe innerstädtischer Pseudoradwege, die zwar eine irreführende Bodenmarkierung aufweisen, aber rechtlich gar nicht befahren werden dürfen. Auch hier dient die Sindelfinger Straße wieder als schlechtes eispiel. Diese Markierungen sind irreführend und gehören entfernt. Radfahrer, die korrekt die Straße befahren, werden von desinformierten Autofahrern oft in erzieherischer Absicht genötigt, ohne Sicherheitsabstand überholt, geschnitten, gar von der Fahrbahn verdrängt.

Hubert B.
Böblingen

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Böblinger Hindernisparcour

Roland hat im Film eine kurze Fahrt durch Böblingen dokumentiert. Toll gemacht und gleichzeitig sehr traurig.
Gerne werden die Fahrradfahrer als Rowdies dargestellt. Dieser Film beweist das Gegenteil. Hier geht’s zu den Ärgernissen mit dem Film.

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Leserbrief: Absurditäten im Alltag

Leserbrief aus der Kreizeitung vom 18.10.2014

Das Mercaden ist eröffnet, die Absperrungen sind weg, eine gute Gelegenheit, um mit dem Fahrrad zu erkunden, wie man jetzt vom Flugfeld über die Brumme-Allee zum Elbenplatz kommt.
Ich starte am Medicum und fahre vor zur Ampel. Dabei halte ich Ausschau nach Hinweisen für Radfahrer.
Das Einzige, was ich entdecken kann, ist jenes weiße Schild mit Fahrradsymbol, das mich berechtigt, auf dem Gehweg zu fahren. Allerdings steht es mitten in der Wiese.
Die Ampel ist rot, ich stehe ganz vorne und habe Zeit, mir die Verkehrsführung in der Wolfgang – Brumme – Allee anzuschauen. Drei Spuren, die Rechtsabbiegerspur ist Richtung Bahnhof weiterhin gesperrt.
Auf dem Gehweg kein Symbol, das mich berechtigen oder verpflichten würde, ihn zu nutzen. Also bleibt mir die Straße.
Ich fahre auf die mittlere Spur, und im Kreisverkehr gleich in die linke, da ich nicht in die Tiefgarage des Mercaden fahren möchte.
Irgendwo Hinweise für Radfahrer? Eine Verkehrsführung?
Halb durch den Kreisverkehr erkenne ich hinter der Tiefgaragenausfahrt das blaue Schild, das Fußgänger und Radfahrer verpflichtet, den Gehweg gemeinsam zu nutzen.
Hilfe, wie komme ich an den ausfahrenden Autos vorbei zum Radweg?
Ich suche eine Möglichkeit am Ende des Kreisverkehrs, muss dann aber zu meinem Erstaunen feststellen, dass hier die Nutzungspflicht für Radfahrer bereits wieder aufgehoben ist.
Zum Glück; der Gehweg zwischen den beiden Kreisverkehren eignet sich wirklich eher als Hindernisparcour denn als Radweg. Zumal das Ende an der Kreissparkassen – Baustelle immer noch plötzlich und ungelöst ist.
Also fahre ich weiter auf der Straße und frage mich zum wiederholten Mal, wann die Stadt Böblingen sich der Normativen Kraft des Faktischen beugt und hier Tempo 30 einrichtet.
Die Anlage der Straße bietet sich geradezu dafür an, und als Mitglied im Verband fahrradfreundlicher Städte wäre das die ideale Lösung der Verkehrsführung, da beim Rückbau der Brumme-Allee nun mal versäumt wurde, eine Fahrradspur anzulegen.
Ich frage mich, wann endlich in das Bewusstsein der Verkehrsplaner eindringt, dass das Fahrrad ein Fahrzeug mit eigener Geschwindigkeit und eigenem Verhalten ist.
Dass man keinen Frieden schafft, indem man Fahrräder, wie es gerade einfacher ist, zu den Fußgängern oder Autos sortiert.
Dass das Fahrrad mit durchschnittlich 20 – 25 km/h nur etwa halb so schnell ist wie ein Auto, aber vier bis fünf mal so schnell wie ein Fußgänger.
Wann wird sich mir die Logik dahinter eröffnen, an der Einfahrt zu einem verkehrsberuhigten Bereich ein „Vorfahrt Achten“- Schild für Radfahrer aufzustellen, damit die Radfahrer nicht unter die Räder der Autos kommen, die auf der Albabrücke doch nicht mehr als 7 km/h fahren dürfen und Rücksicht auf alle anderen Verkehrsteilnehmer nehmen müssen?
Wann endlich wird es ein Forum geben, in dem Fahrrad fahrende Bürger regelmäßig – und nicht nur dreimal im Jahr – ihre Anliegen vorbringen können, und gehört werden!
Wann fängt Böblingen an, den Beitritt zum Verband fahrradfreundlicher Städte nicht als Deckmantel zu nehmen, um den guten Willen zu bekunden?
Als dreifache Mutter Mitte Vierzig, die bei Regenwetter das Auto nimmt, bin ich sicher nicht das Abziehbild eines „Kampfradlers“.
Aber ich werde wohl weiterhin darum kämpfen müssen, das sein zu dürfen, was ich bin, nämlich ein gleichberechtigter Verkehrsteilnehmer – auf einem Fahrzeug. Nicht einem Schiebezeug.

Ursula E.

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Letzte Meile unter Strom

Immer mehr Logistik-Unternehmen überbrücken die letzte Meile – also der Transport zum Kunden – mit Elektro-Lastenfahrrädern. Lastenfahrräder sind praktisch, weil die lästige Parkplatzsuche entfällt. Städte, die weiter ungebremst auf das Auto setzen, werden in Zukunft das Nachsehen haben. Es ist also auch von unternehmerischer Seite her vorteilhaft, eine gute Fahrradinfrastruktur in der ganzen Stadt zu haben. Vorausschauende Gemeindeverwaltungen und Gemeinderäte wissen das und handeln entsprechend.

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