Kommunalwahl 25. Mai 2014

Im Mai diesen Jahres wird der Böblinger Gemeinderat neu gewählt. Natürlich hat die Zusammensetzung des neuen Gemeinderats erheblichen Einfluss auf die Verkehrspolitik der nächsten fünf Jahre. Grund genug, um die Kandidaten vor der Wahl mit Fragen über Ihre Absichten bzgl. des Ausbaus der Fahrradinfrastruktur zu löchern. Diese E-Mail mit 6 Fragen zum Fahrradverkehr in Böblingen wurde am 27. April 2014 an die Ortsverbände der Parteien CDU, FDP, Freie Wähler, Grüne, Piratenpartei und SPD geschickt.

Die Antworten von immerhin 27 Kandidaten sind als Kommentare an diese Seite angehängt. Vielen Dank an die Kandidaten!

Eine kurze Statistik der Rückläufe:

SPD 7 Antworten
Grüne 7 Antworten
CDU 5 Antworten
Freie Wähler 5 Antworten
FDP 3 Antworten
(Piraten stellen keinen Gemeinderatskandidaten)

Die Wahl liegt hinter uns. Hier die Bewertung aus Radfahrersicht.

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27 Kommentare zu “Kommunalwahl 25. Mai 2014”

  1. 1. Wie oft und zu welcher Gelegenheit (beruflich, Freizeit, Besorgungen / Einkauf) fahren Sie Fahrrad?

    Bei schönem Wetter mache gerne eine Fahrradtour,oder fahre Fahrrad zur Besorgung von Kleinigkeiten , z.B bis zum Bäcker Brot holen

    2. Haben Sie sich bereits in der Vergangenheit für die Verbesserung des Radverkehrsnetzes eingesetzt? Falls ja, in welcher Form?

    Bei einer Bürgerinitiative habe ich mit einer Unterschrift geholfen. Diese wurde im Gemeinderat ausgestellt und bietet nun mehr Sicherheit der Fahrradwege, z.B eine Unterführung an der Bundestrasse.

    3. Welchen Stellenwert hat bei Ihnen persönlich der Ausbau der Fahrradinfrastruktur?

    Wenn die Fahrradwege besser sind, steigen mehr Leute aufs Rad. Es motiviert die Bürger, aber es muss konkrete Vorgaben aus der Politik gesetzt werden, da sich ohne finanziellen Einsatz nichts ändern kann. Letztlich hängt es auch von Willen der Bürger ab. Ich bin der Meinung, dass es mehr Ampeln für Fahrradfahrer geben sollte, um diesen Vorfahrt zu gewähren.

    4. Wären Sie als Mitglied des Gemeinderats gewillt, sich im Einzelfall für den Ausbau der Fahrradinfrastruktur einzusetzen, auch wenn es partiell Einschränkungen für den Autoverkehr mit sich bringen würde?

    ja, ich wäre bereit mich dafür einzusetzen, auch wenn es Einschränkungen für den Autoverkehr mit sich ziehen würde.

    5. Werden Sie sich für eine deutliche Erhöhung des Radverkehretats einsetzen (aktuell ca. 50.000 Euro pro Jahr)?

    wenn ich die frage richtig verstanden habe, ja, weil dann mehr Fahrradfahrer unterwegs sind ,Sport machen gesund ist und der Umwelt nicht schadet.

    6. Wie stark legen Sie Wert darauf, dass die Bevölkerung von Böblingen bzw. Dagersheim bei der Radverkehrswegeplanung mit einbezogen wird?

    Wichtig ist, dass die Bevölkerung sich zusammen setzt und sagen kann, was gut für unsere Stadt/Ortschaft ist und beraten was sinnvoll ist weil es sind viele Kraftfahrzeuge unterwegs, Tendenz steigend ,sodass nicht nur Kohlendioxid sonder auch andere giftige Abgase in die Umwelt gelangen.

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  2. 1. Wie oft und zu welcher Gelegenheit (beruflich, Freizeit, Besorgungen / Einkauf) fahren Sie Fahrrad?

    Alle innerstädtischen Wege lege ich mit dem Fahrrad zurück (Ausnahme Getränkeeinkäufe). Für den täglichen Weg zum Bahnhof verwende ich seit 7 Jahren einen Kick-Roller, da ich ihn problemlos in der S-Bahn mitnehmen kann.

    2. Haben Sie sich bereits in der Vergangenheit für die Verbesserung des Radverkehrsnetzes eingesetzt? Falls ja, in welcher Form?

    Ich war 6 Jahre lang aktives Mitglied der Bürgerinitiative „Aktion Fahrrad in Stuttgart“. In dieser Zeit haben wir unter anderem den Fahrradanhänger an der Zahnradbahn durchgesetzt, das Konzept für den sogenannten Tallängsweg und den Talquerweg entwickelt, mehrere Auflagen eines „Schleichwegeplans“ veröffentlicht, jährliche Fahrraddemonstrationen mit bis zu 5.000 Teilnehmern organisiert und vieles mehr. 1983 habe ich den ADFC-Bezirksverein Nordwürttemberg gegründet (zusammen mit einigen Mitstreitern), der inzwischen im Landesverband Baden-Württemberg aufgegangen ist.

    3. Welchen Stellenwert hat bei Ihnen persönlich der Ausbau der Fahrradinfrastruktur?

    Der Ausbau der Fahrradinfrastruktur hat bei mir den höchsten Stellenwert.

    4. Wären Sie als Mitglied des Gemeinderats gewillt, sich im Einzelfall für den Ausbau der Fahrradinfrastruktur einzusetzen, auch wenn es partiell Einschränkungen für den Autoverkehr mit sich bringen würde?

    Mir geht es um eine Vernetzung der bestehenden Infrastruktur und um eine visionäre Weiterentwicklung alternativer Mobilitätskonzepte. Flickwerk und Insellösungen unterstütze ich nicht. Mein persönliches Ziel wäre es, im Rahmen des Ausbaus der A81 eine Unterführung vom Schwippe-Radweg zum Flugfeld zu bekommen, um eine attraktivere Verbindung für Fußgänger und Radfahrer von Dagersheim zum Bahnhof Böblingen zu schaffen. Der bestehende Radweg entlang der vierspurigen Straße ist äußerst unattraktiv.

    5. Werden Sie sich für eine deutliche Erhöhung des Radverkehretats einsetzen (aktuell ca. 50.000 Euro pro Jahr)?

    Ja, aber es geht mir vor allem um die Realisierung und Finanzierung konkreter Projekte. Ein Etat, der mit der Gießkanne für Unsinn ausgegeben wird (davon gibt es in Böblingen zahlreiche Beispiele), nützt wenig.

    6. Wie stark legen Sie Wert darauf, dass die Bevölkerung von Böblingen bzw. Dagersheim bei der Radverkehrswegeplanung mit einbezogen wird?

    Realistischer Weise lässt sich die Bevölkerung am besten über Bürgerinitiativen, Vereine und Verbände (z.B. ADFC) einbeziehen und dies sollte auch unbedingt geschehen. Wenn interessierte Einzelbürger sich einbringen wollen, lassen sich sicher geeignete Beteiligungsformen finden.

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  3. 1. Wie oft und zu welcher Gelegenheit (beruflich, Freizeit, Besorgungen / Einkauf) fahren Sie Fahrrad?

    Ich besitze kein Fahrrad.

    2. Haben Sie sich bereits in der Vergangenheit für die Verbesserung des Radverkehrsnetzes eingesetzt? Falls ja, in welcher Form?

    Da ich bisher kein Amt innehabe - nein.

    3. Welchen Stellenwert hat bei Ihnen persönlich der Ausbau der
    Fahrradinfrastruktur?

    Einen sehr großen! Wie auch dem ÖPNV.

    4. Wären Sie als Mitglied des Gemeinderats gewillt, sich im Einzelfall für den Ausbau der Fahrradinfrastruktur einzusetzen, auch wenn es partiell Einschränkungen für den Autoverkehr mit sich bringen würde?

    Ja.

    5. Werden Sie sich für eine deutliche Erhöhung des Radverkehretats
    einsetzen (aktuell ca. 50.000 Euro pro Jahr)?

    Ja - denn dies bedeutet mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Hier sehe ich vor allem auch notwendigen Pflegebedarf bei den vorhandenen Kennzeichnungen.

    6. Wie stark legen Sie Wert darauf, dass die Bevölkerung von Böblingen bzw. Dagersheim bei der Radverkehrswegeplanung mit einbezogen wird?

    Sehr großen Wert, denn ohne die Beteiligten machen Entscheidungen wenig bis keinen Sinn. Nicht alles, was sich am Schreibtisch gut anhört, erweist sich dann auch so in der Praxis.
    (Z.B. die veränderte Verkehrsführung in der Karlstraße.)

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  4. 1. Wie oft und zu welcher Gelegenheit (beruflich, Freizeit, Besorgungen / Einkauf) fahren Sie Fahrrad?

    Im Sommerhalbjahr mehr, im Winterhalbjahr weniger zu Besorgungen, Einkauf und viel in der Freizeit,

    2. Haben Sie sich bereits in der Vergangenheit für die Verbesserung des Radverkehrsnetzes eingesetzt? Falls ja, in welcher Form?

    Über unsere Ortschaftsrats- und Gemeinderatsmitglieder Einflussnahme auf Planungen in der Stadt und in Dagersheim, auch um die Anbindung des gemeinsamen Pflegeheimes

    3. Welchen Stellenwert hat bei Ihnen persönlich der Ausbau der
    Fahrradinfrastruktur?

    Prio 1 – nur damit kann der innerstädtische Verkehr verringert werden

    4. Wären Sie als Mitglied des Gemeinderats gewillt, sich im Einzelfall für den Ausbau der Fahrradinfrastruktur einzusetzen, auch wenn es partiell Einschränkungen für den Autoverkehr mit sich bringen würde?

    Ja

    5. Werden Sie sich für eine deutliche Erhöhung des Radverkehretats
    einsetzen (aktuell ca. 50.000 Euro pro Jahr)?

    Ja

    6. Wie stark legen Sie Wert darauf, dass die Bevölkerung von Böblingen bzw. Dagersheim bei der Radverkehrswegeplanung mit einbezogen wird?

    Ich denke es sollte die Bevölkerung immer einbezogen werden – wohl wissend, dass leider dies nicht immer wahrgenommen wird und doch wieder die wenigen Interessierten zusammensitzen.

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  5. 1. Wie oft und zu welcher Gelegenheit (beruflich, Freizeit, Besorgungen / Einkauf) fahren Sie Fahrrad?

    Als stellvertretender Vorstand des Radvereins RKV Böblingen „www.rkv-boeblingen.de“ fahre ich natürlich viel und gerne mit dem Fahrrad. Dies tue ich insbesondere in meiner Freizeit sowie für Besorgungen und Einkauf.

    2. Haben Sie sich bereits in der Vergangenheit für die Verbesserung des Radverkehrsnetzes eingesetzt? Falls ja, in welcher Form?

    Als Stadträtin im Gemeinderat der Stadt Böblingen habe ich mich bereits in der Vergangenheit für die Verbesserung des Radverkehrsnetzes eingesetzt und möchte dies bei einer Wiederwahl auch in Zukunft tun. Mein Engagement bestand darin, dass ich jegliche Verbesserungen für den Radverkehr, der zum Beschluss in den Gemeinderat von Böblingen eingebracht wurde, unterstützt habe und großen Wert auf das „Gehörtwerden“ der der Vorschläge und Forderungen der AG Radverkehr gelegt habe.

    3. Welchen Stellenwert hat bei Ihnen persönlich der Ausbau der Fahrradinfrastruktur?

    Der Ausbau der Fahrradinfrastruktur hat für mich einen hohen Stellenwert. Wenn es in der Vergangenheit auch schon kleine Verbesserungen gegeben hat, so empfinde ich das Radwegenetz in Böblingen als nicht durchgängig. Dies zu ändern und das Radwegenetz zu verbessern ist ein wesentliches Ziel von mir.

    4. Wären Sie als Mitglied des Gemeinderats gewillt, sich im Einzelfall für den Ausbau der Fahrradinfrastruktur einzusetzen, auch wenn es partiell Einschränkungen für den Autoverkehr mit sich bringen würde?

    Es wird kaum eine Möglichkeit geben, das Radnetz zu verbessern und die Fahrradinfrastruktur auszubauen, ohne partielle Einschränkungen für den Autoverkehr in Kauf zu nehmen. Diesen Weg müssen wir gehen und ich werde ihn unterstützen. Aktiv habe ich diese Überlegung durch die Teilnahme an der Aktion „critical mass“ unterstützt und werde dies auch zukünftig tun.

    5. Werden Sie sich für eine deutliche Erhöhung des Radverkehretats einsetzen (aktuell ca. 50.000 Euro pro Jahr)?

    Die Erhöhung des Radverkehrsetats ist für mich schon lange eine Selbstverständlichkeit. Mit den aktuellen 50.000 Euro pro Jahr kann man ein paar notdürftige Ausbesserungen an den bisherigen Radwegen machen – für mehr reicht dies jedoch nicht.

    6. Wie stark legen Sie Wert darauf, dass die Bevölkerung von Böblingen bzw. Dagersheim bei der Radverkehrswegeplanung mit einbezogen wird?

    Stadträtinnen und Stadträte sind Volksvertreter, die von den Bürgern gewählt werden. Deshalb haben sie in erster Linie die Interessen der Bürger gegenüber der Stadtverwaltung zu vertreten. Schon alleine aus diesem Grund macht es Sinn, die Bevölkerung in Böblingen und Dagersheim in die Radverkehrswegplanung einzubinden.

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  6. 1. Wie oft und zu welcher Gelegenheit (beruflich, Freizeit, Besorgungen /
    Einkauf) fahren Sie Fahrrad?

    Ich nutze mein Fahrrad in meiner Freizeit mit meiner Familie, Freunden und auf Freizeiten des ejwbb.

    2. Haben Sie sich bereits in der Vergangenheit für die Verbesserung des
    Radverkehrsnetzes eingesetzt? Falls ja, in welcher Form?

    Aufgrund meines umfangreichen Netzwerkes in BB (Schulen/Schüler_innen/Eltern) wurde dies sehr häufig thematisiert und besprochen. Somit konnte ich mir einen aktuellen Blick der Bedürfnisse und Realitäten unserer Radfahrer hier in BB und Dagersheim schaffen um mich tatkräftig für die Entwicklung und den Ausbau einsetzten zu können.

    3. Welchen Stellenwert hat bei Ihnen persönlich der Ausbau der
    Fahrradinfrastruktur?

    Es ist für mich ein persönliches Anliegen, aufgrund der vielen persönlichen Gesprächen mit unseren „Fahrradnutzer_innen“, den Ausbau unseres „Fahrradwegenetz“ voranzutreiben.

    4. Wären Sie als Mitglied des Gemeinderats gewillt, sich im Einzelfall für
    den Ausbau der Fahrradinfrastruktur einzusetzen, auch wenn es partiell
    Einschränkungen für den Autoverkehr mit sich bringen würde?

    Hier ist es mir sehr wichtig alle Fakten und Gegebenheiten zu diskutieren und ein ausgewogenes Konzept mit zu entwickeln. Dies hat nur Sinn wenn klare Bereichskonzepte im städtischen Gesamtkontext erstellt werden.

    5. Werden Sie sich für eine deutliche Erhöhung des Radverkehretats
    einsetzen (aktuell ca. 50.000 Euro pro Jahr)?

    Hierzu kann ich momentan leider keine Aussage treffen da mir der aktuelle Haushaltsplan/Finanzplan nicht vorliegt. Einer meiner Prioritäten wird es sein, mich für eine konzeptionelle und sinnvolle Entwicklung und den daraus resultierenden Ausbau einzusetzen. Dies kann nur in einer interdisziplinären Zusammenarbeit der verschiedenen Arbeitsbereiche sinnvoll umgesetzt werden.

    6. Wie stark legen Sie Wert darauf, dass die Bevölkerung von Böblingen
    bzw. Dagersheim bei der Radverkehrswegeplanung mit einbezogen wird?

    Einen sehr hohen wert! Der Ausbau kann nur sinnhaft geplant und umgesetzt werden durch eine interdisziplinären Zusammenarbeit und der konstruktiven Mitwirkung von Verbänden, Vereinen und der Böblinger_innen und Dagersheimer_innen.

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  7. 1. Wie oft und zu welcher Gelegenheit (beruflich, Freizeit, Besorgungen / Einkauf) fahren Sie Fahrrad?

    Vor geraumer Zeit habe ich mir aus gesundheitlichen Gründen ein Pedelec zugelegt, das ich vor allem zu Besorgungen im innerstädtischen Bereich benutze.

    2. Haben Sie sich bereits in der Vergangenheit für die Verbesserung des Radverkehrsnetzes eingesetzt? Falls ja, in welcher Form?

    Als ehemaliger Polizeibeamter und Fachlehrer an der ehemaligen Polizeischule in Böblingen u.a. für Verkehrsrecht, habe ich mich schon seit längerem mit der Radwegesituation in Böblingen beschäftigt. Ich war auch eine Zeit lang in der Radwegekommission. Aus persönlichen Gründen , u.a. wegen Differenzen mit einem dort tätigen städtischen Bediensteten, habe ich diese Tätigkeit wieder beendet.

    3. Welchen Stellenwert hat bei Ihnen persönlich der Ausbau der Fahrradinfrastruktur?

    Der Ausbau der Fahrradinfrastruktur hat für mich einen hohen Stellenwert, muss aber fach- und sachgerecht erfolgen. Auf allen möglichen Gehwegen den Radverkehr zuzulassen, ohne an die Belange der Fußgänger zu denken, macht für mich keinen Sinn.

    4. Wären Sie als Mitglied des Gemeinderats gewillt, sich im Einzelfall für den Ausbau der Fahrradinfrastruktur einzusetzen, auch wenn es partiell Einschränkungen für den Autoverkehr mit sich bringen würde?

    5. Werden Sie sich für eine deutliche Erhöhung des Radverkehretats einsetzen (aktuell ca. 50.000 Euro pro Jahr)?

    Ich bin nicht gewillt, die eine Verkehrsform, gegen die andere auszuspielen oder zu bevorzugen. Sowohl Fußgänger, Radfahrer, aber auch Autofahrer müssen von der Verwaltung als Partner behandelt werden. Für mich sind Autofahrer nicht per se die rücksichtslosen Verkehrsteilnehmer, die sich mit ihrem Blech und der PS-Stärke gegen die anderen durchsetzen wollen. Fußgänger und Radfahrer verhalten sich nach meiner Erfahrung den anderen gegenüber sehr oft auch rücksichtslos. Autofahrer sind sehr oft auch Radfahrer oder Fußgänger. Wer sich anderen Verkehrsteilnehmern als Autofahrer gegenüber rücksichtslos verhält, wird dies auch als Radfahrer tun.
    Hier ist ein Umdenken von allen gefordert. Dass das Rad fahren im Gegensatz zum Auto fahren die umweltfreundlichere Variante ist, ist unbestritten. Aber viele Menschen können auf das Auto nicht verzichten. Es muss ein vernünftiges Miteinander und kein Gegeneinander geben. Eine vernünftige Fahrradinfrastuktur, darf für mich deshalb nicht gegen den Autoverkehr geben. Natürlich muss man zur Umsetzung Geld in die Hand nehmen. Mit ein paar Schildern hier und da und irgendwelchen mehr oder weniger sinnvoller Schutzstreifen ist es nicht getan!
    Es gehört aber auch eine gezielte Verkehrsüberwachung auch der Fahrradfahrer und Fußgänger dazu. Jeder Verkehrsteilnehmer sollte sich darauf verlassen könne, dass sich der andere verkehrsgerecht verhält. Die StVO gilt schließlich nicht nur für die Autofahrer.

    6. Wie stark legen Sie Wert darauf, dass die Bevölkerung von Böblingen bzw. Dagersheim bei der Radverkehrswegeplanung mit einbezogen wird?

    Eine Einbeziehung der Bevölkerung in die Radverkehrswegeplanung ist sicherlich sinnvoll, wobei man vermeiden muss, unerfüllbare Wunschvorstellungen zu unterstützen. Nicht alles was gut wäre, ist auch umsetzbar.

    Aber mittel-und langfristig, da gebe ich Ihnen völlig recht, muss die Verkehrssituation für die Radfahrer in Böblingen wesentlich verbessert werden. Aber auch, dazu stehe ich, für den Autoverkehr.

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