Eine Autoregion ist fahrradfreundlich

Das klingt erstmal widersprüchlich, aber so etwas gibt es in Deutschland. Es handelt sich um Ingolstadt. Der Bürgermeister selbst zählt voller Stolz alle Preise auf, die seine Stadt gewonnen hat. Im ADFC Fahrradklimatest belegte Ingolstadt sogar den dritten Platz. Ingolstadt demonstriert damit vorbildlich die Vereinbarkeit von modernem, menschengerechten Verkehr und Autoproduktion. Oder haben Sie schon einmal gehört, dass Audi weniger absetzt, weil Ingolstadt dem Fahrrad zugetan ist?

Mit dem Argument „Autoregion“ dem Kfz-Verkehr weiterhin Vorrang zu geben und alle anderen Verkehrsarten zu benachteiligen, vor allem den Fahrrad- und Fußverkehr, ist – mit Verlaub Herr OB Lützner und Frau Baubürgermeisterin Kraayvanger – wider alle Vernunft. Mit der gleichen Logik (“Der Umsatz muss stimmen”) könnte die Pharmaindustrie in Leverkusen von der Bevölkerung erwarten, mehr Pillen zu schlucken oder Ritter Sport die Waldenbucher auffordern, rund um die Uhr Schokolade zu essen.

In Ingolstadt wird sogar – wie jüngst beschlossen – garantiert, dass die Fahrradhauptrouten im Winter bis zu zweimal am Tag geräumt werden, um ein möglichst reibungsloses Fortkommen ermöglichen.

Hier der Vortrag vom Ingolstädter Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel:

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