Kommunalwahl 25. Mai 2014

Im Mai diesen Jahres wird der Böblinger Gemeinderat neu gewählt. Natürlich hat die Zusammensetzung des neuen Gemeinderats erheblichen Einfluss auf die Verkehrspolitik der nächsten fünf Jahre. Grund genug, um die Kandidaten vor der Wahl mit Fragen über Ihre Absichten bzgl. des Ausbaus der Fahrradinfrastruktur zu löchern. Diese E-Mail mit 6 Fragen zum Fahrradverkehr in Böblingen wurde am 27. April 2014 an die Ortsverbände der Parteien CDU, FDP, Freie Wähler, Grüne, Piratenpartei und SPD geschickt.

Die Antworten von immerhin 27 Kandidaten sind als Kommentare an diese Seite angehängt. Vielen Dank an die Kandidaten!

Eine kurze Statistik der Rückläufe:

SPD 7 Antworten
Grüne 7 Antworten
CDU 5 Antworten
Freie Wähler 5 Antworten
FDP 3 Antworten
(Piraten stellen keinen Gemeinderatskandidaten)

Die Wahl liegt hinter uns. Hier die Bewertung aus Radfahrersicht.

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27 Kommentare zu “Kommunalwahl 25. Mai 2014”

  1. Ich fahre recht selten mit dem Fahrrad, da ich zur Arbeit die Öffentlichen nutzen kann und ansonsten sehr viel zu Fuß unterwegs bin. Außerdem (wen wunderts?!) finde ich Fahrrad fahren in Böblingen echt nicht ungefährlich, zumindest aber nicht spaßig!
    Aus diesem Grund würde ich mich gerne dafür einsetzen, dass diese Situation entschärft und deutlich verbessert wird.
    Bisher habe ich mich diesbezüglich noch nicht eingesetzt. Daher muss ich auch offen zugeben, dass mir keine Zahlen (z.B. Etat ect) vorliegen und ich auch stark auf die Hilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen bin, z.B. in Form von Informationen, Anregungen, Wünschen.
    Dass die Bürgerinnen und Bürger von Böblingen und Dagersheim in die Planung der Radverkehrswege einbezogen werden, halte ich für unabdingbar.

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  2. 1. Wie oft und zu welcher Gelegenheit (beruflich, Freizeit, Besorgungen / Einkauf) fahren Sie Fahrrad?

    Als Gemeinderat (SPD) und langjäriger Vorsitzender des RKV (Rad-und Kraftfahrerverein Böblingen) habe ich mich dem "Radfahren" verschrieben. Jährlich fahre ich ca. 4000km mit dem Fahrrad, Ausfahren und Urlaubsfahrten eingeschlossen.

    2. Haben Sie sich bereits in der Vergangenheit für die Verbesserung des
    Radverkehrsnetzes eingesetzt? Falls ja, in welcher Form?

    Radwege sind im im ATUS (Ausschuss für Technik und Straßenverkehr), dann auch im GR, ein Dauerthema, insbesondere, wenn
    sich die Themen um Bauprojekte im Straßenraum drehen, fließt der "Radwegeverkehr" immer mit ein.

    3. Welchen Stellenwert hat bei Ihnen persönlich der Ausbau der
    Fahrradinfrastruktur?

    Die Fahrradinfrastuktur möchte ich nicht in einen benoteten Stellenwert zu geben. Dazu gibt es zu viele gleichwertige Bereiche. Man kann den Stellenwert sicher auch daran erkennen, dass ich mich, neben den Kollegen im GR, (Name entfernt) (FRWV), (Name entfernt) (CDU) und (Name entfernt) (SPD), aktiv und regelmäßig in der Radwege AG einbringe. Interessierten kann ich die Teilnahme an dieser AG sehr empfehlen.

    4. Wären Sie als Mitglied des Gemeinderats gewillt, sich im Einzelfall für
    den Ausbau der Fahrradinfrastruktur einzusetzen, auch wenn es partiell
    Einschränkungen für den Autoverkehr mit sich bringen würde?

    Auf jeden Fall. Leider scheitert der Einsatz sehr oft an Mehrheiten.

    5. Werden Sie sich für eine deutliche Erhöhung des Radverkehretats
    einsetzen (aktuell ca. 50.000 Euro pro Jahr)?

    Dies beantragen die Aktivisten aus der Radwege AG regelmäßig. Gerechterweise muß erwähnt sein, dass in den Radwegebau und Instandhaltung ggf. sehr viel mehr Mittel als 50 000E einfließen. Bei jeglicher Veränderung des allgemeinen Straßenbaus oder sonstigen Veränderungen im öffentlichen Verkehrsraum, wird der Radwegeverkehr auf jeden Fall mit berücksichtigt.

    6. Wie stark legen Sie Wert darauf, dass die Bevölkerung von Böblingen
    bzw. Dagersheim bei der Radverkehrswegeplanung mit einbezogen wird?

    Meiner Überzeugung nach ist die Radwege AG ein sehr einflussreiches Gremium, dass sehr gut arbeitet. Noch mehr Bürgerbeteiligung stärkt natürlich das Anliegen um den Radwegeverkehr. Nach meiner Einschätzung ist die größte Hürde für mehr Radwege, die Einstellung sehr vieler Mitbürger zu einer Pro-Autostadt. Das braucht sehr viel Überzeugunsarbeit, auch in den politischen Gremien.

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  3. 1. Wie oft und zu welcher Gelegenheit (beruflich, Freizeit, Besorgungen / Einkauf) fahren Sie Fahrrad?
    Ich fahre mit dem Fahrrad von Dagersheim zur Arbeit nach Böblingen., allerdings nicht im Winter. Es macht Spaß und ich bekomm den Kopf frei. Ganzjährig und egal wieviel Schnee liegt fährt mein Mann täglich mit dem Fahrrad zur S-Bahn Station Hulb, vergleichsweise bin ich da doch eine Schönwetterfahrerin. Am Wochenende fahren wir gemeinsam gern Fahrrad. Einkäufe im Dorf oder Besuch der Bücherei erledige ich mit dem Fahrrad, zum Supermarkt fahre ich allerdings mit dem Auto.
    2. Haben Sie sich bereits in der Vergangenheit für die Verbesserung des Radverkehrsnetzes eingesetzt? Falls ja, in welcher Form?
    Mit Problemen und Wünschen z.B. bei Behinderungen auf den Feldwegen rund um das neue Baugebiet „östlich der Waldstraße“ und dem Weg zum Dagersheimer Sportplatz habe ich Kontakt mit dem Ortsvorssteher aufgenommen. Auch war die Schickhardstraße zeitweise schlecht beleuchtet, was beim Überqueren ein echtes Problem war, hier konnte nach Kontaktaufnahme die Stadtverwaltung Abhilfe schaffen.
    3. Welchen Stellenwert hat bei Ihnen persönlich der Ausbau der Fahrradinfrastruktur?
    Einen sehr hohen Stellenwert. Ich genieße die Fahrten mit dem Fahrrad in die Stadt, man ist schnell, braucht keinen Parkplatz zu suchen, sondern hält direkt vor den Geschäften, das macht Spaß. Allerdings ist unsere Stadt noch sehr Radfahrerunfreundlich bzw. gefährlich. An vielen Kreuzungen steht man außerdem als Radfahrer an jeder Ampel und man muss 2 oder 3 Ampeln benutzen um über die Kreuzung zu kommen und da gibt es keine grüne Welle (3 Beispiele:. Daimlerkreuzung von Dagersheim Richtung Böblingen: Calwerstr, Dornierstr. Gottlieb Daimlerstr oder vom Flugfeld zur Polizei: Wolfgang Brumme Allee oder die Kreuzung vom MöMax Richtung Sindelfingen:Talstr. Sindelfingerstr.) ..
    4. Wären Sie als Mitglied des Gemeinderats gewillt, sich im Einzelfall für den Ausbau der Fahrradinfrastruktur einzusetzen, auch wenn es partiell Einschränkungen für den Autoverkehr mit sich bringen würde? Ja. Straßen haben wir im Raum Böblingen genug, an sicheren Radwegen fehlt es noch. Und Radfahren macht umso mehr Spaß je fahrradfreundlicher die Strecke ist.
    5. Werden Sie sich für eine deutliche Erhöhung des Radverkehretats einsetzen (aktuell ca. 50.000 Euro pro Jahr)? Ja, unbedingt. Denn leider sind die Radwege oft in sehr schlechtem Zustand. Stellenweise kommt man gut auf Radwegen durch die Stadt, es gibt aber noch zu viele Lücken die zu schließen sind. Wichtig ist für mich auch die Sicherheit, z.B. bei dem riesigen Schwerlastverkehraufkommen auf der Schickhardstraße (Schulweg von Dagersheim zum OHG , zur Friedrich Schiller Realschule und Theodor Heuss Hauptschule). Hier wäre ein sicherer Radweg unbedingt wichtig.
    6. Wie stark legen Sie Wert darauf, dass die Bevölkerung von Böblingen bzw. Dagersheim bei der Radverkehrswegeplanung mit einbezogen wird? Die besten Anregungen kommen meist aus der Bevölkerung, die Menschen die selbst Radfahren sehen die Probleme und sind deshalb die besten Ratgeber.

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  4. Gottfried Ringwald, Gemeinderatskandidat der SPD:

    Ich benutze täglich das Fahrrad für Besorgungen etc. Ich habe den Zweit-PKW verkauft.
    Das Radweg Netz in BB muss verbessert werden. Das vertrete ich schon seit Feb.14 auf meiner FB Seite.
    Ich bin für den Ausbau des Radwegnetzes in Deutschland.
    Als Gemeinderat setze ich mich ein für den Ausbau der Radwege in BB.

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  5. Helmut Kurtz, Gemeinderatskandidat der FDP:

    1. Wie oft und zu welcher Gelegenheit (beruflich, Freizeit, Besorgungen / Einkauf) fahren Sie Fahrrad?

    Zugegeben, ich bin kein passionierter Fahrradfahrer sondern lediglich ein "Freizeitradler". Trotzdem halte ich das Thema und Ihre Initiative im Sinne "Mehr Fahrräder in die Stadt" für sehr lobenswert.

    2. Haben Sie sich bereits in der Vergangenheit für die Verbesserung des Radverkehrsnetzes eingesetzt? Falls ja, in welcher Form?

    Als langjähriger Gemeinderat habe ich bei allen Themen in denen es um die Priorisierung und den Ausbau des Radverkehrsnetzes ging mich dafür eingesetzt und auch so abgestimmt

    3. Welchen Stellenwert hat bei Ihnen persönlich der Ausbau der Fahrradinfrastruktur?

    Einen sehr hohen. Das können Sie dem Kommunalwahl-Programm 2014 der FDP entnehmen. Unter dem Punkt "Umwelt und Verkehr" sprechen sich unsere Kandidaten dafür aus, "ein Konzept für das Radwegenetz zu entwickeln und umzusetzen". In diesem Zusammenhang liegt uns auch ein durchgehender Radweg von Dagersheim nach Böblingen sehr am Herzen.

    4. Wären Sie als Mitglied des Gemeinderats gewillt, sich im Einzelfall für den Ausbau der Fahrradinfrastruktur einzusetzen, auch wenn es partiell Einschränkungen für den Autoverkehr mit sich bringen würde?

    Nach Prüfung des Einzelfalles ja. Dabei müssen Vor- und Nachteile für den Radfahrer bzw. den Autofahrer abgewogen werden. Entscheidend ist die Aufrechterhaltung des Verkehrsflusses und die Minderung des CO-2 Ausstoßes.

    5. Werden Sie sich für eine deutliche Erhöhung des Radverkehretats einsetzen (aktuell ca. 50.000 Euro pro Jahr)?

    Das habe ich in den vergangenen Jahren immer so gemacht und bin auch in Zukunft dazu bereit. Mit dem aktuellen Betrag kann ich keine zufriedenstellende Fahrrad-Infrastruktur in Böblingen schaffen.

    6. Wie stark legen Sie Wert darauf, dass die Bevölkerung von Böblingen bzw. Dagersheim bei der Radverkehrswegeplanung mit einbezogen wird?

    Die Einbeziehung der Bevölkerung ist nicht nur in diesem Punkt wichtig, sondern grundsätzlich. Die Bürgerbeteiligung in Böblingen hat genauso Verbesserungspotential wie die Radverkehrswege-planung unter Einbeziehung der Betroffenen.

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  6. Traudi Gampper, Gemeinderatskandidatin der Grünen:

    1. Wie oft und zu welcher Gelegenheit (beruflich, Freizeit, Besorgungen / Einkauf) fahren Sie Fahrrad?

    Ich habe ein Pedelec und mache damit die meisten meiner Besorgungen in der Stadt. An mehreren Tagen pro Woche bin ich damit in Böblingen unterwegs.

    2. Haben Sie sich bereits in der Vergangenheit für die Verbesserung des Radverkehrsnetzes eingesetzt? Falls ja, in welcher Form?

    Bis jetzt hatte ich keine Gelegenheit, mich für das Radwegenetz in Böblingen einzusetzen.

    3. Welchen Stellenwert hat bei Ihnen persönlich der Ausbau der Fahrradinfrastruktur?

    Mit der Fahrradinfrastruktur in Böblingen bin ich sehr unzufrieden. Aufgrund meiner häufigen Fahrten durch die Stadt hat die Verbesserung für mich einen hohen Stellenwert.

    4. Werden Sie sich für eine deutliche Erhöhung des Radverkehretats einsetzen (aktuell ca. 50.000 Euro pro Jahr)? +
    5. Wären Sie als Mitglied des Gemeinderats gewillt, sich im Einzelfall für den Ausbau der Fahrradinfrastruktur einzusetzen, auch wenn es partiell Einschränkungen für den Autoverkehr mit sich bringen würde?

    Eine Verbesserung des Radwegenetzes in Böblingen ist meiner Ansicht nach nur mit einer Einschränkung für die Autofahrer denkbar und ich würde mich dafür einsetzen. Auch die Erhöhung des Radwegeetats finde ich notwendig.

    6. Wie stark legen Sie Wert darauf, dass die Bevölkerung von Böblingen bzw. Dagersheim bei der Radverkehrswegeplanung mit einbezogen wird?

    Eine Einbeziehung der Bürger von Böblingen bzw. Dagersheim finde ich gut. Ich würde dafür plädieren, Vorschläge zur Verbesserung von den Bürgern und auch vom ADFC und Ihrer Gruppe radeln-in-bb einzuholen.

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  7. Daniel Wegenroth, Gemeinderatskandidat der Freien Wähler:

    1. Wie oft und zu welcher Gelegenheit (beruflich, Freizeit, Besorgungen / Einkauf) fahren Sie Fahrrad?

    Ab dem Frühjahr bis in den Spätherbst fahre ich regelmäßig und wann immer möglich mit dem Fahrrad zu Freunden, in den Sport und zu Einkäufen, die das Fahrrad als Transportmittel zulassen.

    2. Haben Sie sich bereits in der Vergangenheit f r die Verbesserung des Radverkehrsnetzes eingesetzt? Falls ja, in welcher Form?

    Die Freien Wähler stellen regelmäßig Anträge zum Ausbau und Erneuerungen der Radwege, da wir selber viele Radfahrer haben. In meinen letzten beiden Haushaltsreden haben ich das auch thematisiert. Unser weitgehendster Antrag ist der Antrag zum "Sicheren Schulweg", der fordert, dass alle Schulen und Sportstätten auf Radwegen erreichbar sein müssen und dass auch Verkehrsquerungen für Fußgänger (Ampeln und Zebrastreifen) an diesen Stellen erneuert bzw. eingerichtet werden.

    3. Welchen Stellenwert hat bei Ihnen pers nlich der Ausbau der Fahrradinfrastruktur?

    Einen sehr hohen. Ich bin mit dem Fahrrad groß geworden und halte dies für das zentrale Fortbewegungsmittel in der Stadt - insbesondere natürlich auch für junge Leute. Daher auch die oben genannten Anträge.

    4. Wären Sie als Mitglied des Gemeinderats gewillt, sich im Einzelfall für den Ausbau der Fahrradinfrastruktur einzusetzen, auch wenn es partiell Einschränkungen für den Autoverkehr mit sich bringen würde?

    Wenn dies im Einzelfall sinnvoll erscheint, sicherlich. Es sollte jedoch nicht noch mehr Stau dadurch in der Innenstadt entstehen, denn das macht das Fahrradfahren auch nicht sicherer.

    5. Werden Sie sich für eine deutliche Erhöhung des Radverkehretats einsetzen (aktuell ca. 50.000 Euro pro Jahr)?

    Das machen die FWB schon heute regelmäßig, leider nicht immer mit Erfolg.

    6. Wie stark legen Sie Wert darauf, dass die Bevölkerung von Böblingen bzw. Dagersheim bei der Radverkehrswegeplanung mit einbezogen wird?

    Das halte ich für wichtig. Aus diesem Grund hat die Stadt BB auch eine AG Radwege.

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  8. Peter Grotz, Gemeinderatskandidat der CDU:

    1. Wie oft und zu welcher Gelegenheit (beruflich, Freizeit, Besorgungen / Einkauf) fahren Sie Fahrrad?

    Ich fahre so gut wie täglich mit dem Fahrrad von zuhause an den Böblinger Bahnhof und von dort weiter mit der S-Bahn zur Arbeit nach Stuttgart.

    2. Haben Sie sich bereits in der Vergangenheit für die Verbesserung des Radverkehrsnetzes eingesetzt? Falls ja, in welcher Form?

    Als Gemeinderatsmitglied ist mir die Verbesserung des Radwegenetzes und die Beachtung der Belange des Fahrradverkehrs bei Baumaßnahmen ein wichtiges Anliegen, das mich ja auch persönlich betrifft.

    3. Welchen Stellenwert hat bei Ihnen persönlich der Ausbau der Fahrradinfrastruktur?

    Wenn das Radfahren -. nicht nur am Wochenende für Ausflugsfahrten - gefördert werden soll, ist eine passende Infrastruktur dringend nötig. Dazu gehören gut ausgebaute Radwege in ordentlichem Zustand und sichere Übergänge über die Verkehrsachsen. Autofahrer und Radfahrer müssen gefährdungsfrei nebeneinander fahren können.

    4. Wären Sie als Mitglied des Gemeinderats gewillt, sich im Einzelfall für den Ausbau der Fahrradinfrastruktur einzusetzen, auch wenn es partiell Einschränkungen für den Autoverkehr mit sich bringen würde?

    Ja. Ohne Zweifel ist das Auto ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die gesamte Region. Dennoch hat Böblingen für meinen Geschmack noch zu sehr das Image einer reinen Autostadt. Die verkehrliche Entlastung der Innenstadt durch Umfahrungen und der Rückbau der ehemaligen "Stadtautobahn" Wolfgang-Brumme-Allee sind erste Schritte. In Zukunft werden integrierte Mobilitätskonzepte zunehmend wichtiger. In unserer Familie haben wir übrigens schon seit Jahren nur ein Auto. Die Nutzung von Fahrrad, VVS-Verbundpass und Carsharing mit Stadtmobil oder Car2Go ersetzt ein zweites Auto. Es geht darum, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger davon zu überzeugen, dass man mit dem Fahrrad in der Stadt häufig schneller ans Ziel kommt als mit dem Auto. Und gesünder ist das Radeln ohnehin.

    5. Werden Sie sich für eine deutliche Erhöhung des Radverkehretats einsetzen (aktuell ca. 50.000 Euro pro Jahr)?

    Der Ausbau und Erhalt der Fahrradinfrastruktur kosten Geld. Das muss beim Erhalt und Ausbau zur Verfügung gestellt werden. Dafür bin ich gerne bereit, mich einzusetzen. Das Festschreiben eines Etats ist die eine Sache. Dafür zu sorgen, dass der eingesetzte Etat dann auch genutzt wird, ist ein mindestens ebenso wichtiges Ziel.

    6. Wie stark legen Sie Wert darauf, dass die Bevölkerung von Böblingen bzw. Dagersheim bei der Radverkehrswegeplanung mit einbezogen wird?

    In Böblingen gibt es die AG Radverkehr, in der auch interessierte Bürgerinnen und Bürger mitarbeiten können. Zudem gibt es zahlreiche Stadtteilarbeitskreise, in denen auch Fragen der Verkehrsplanung und damit auch der Fahrradinfrastruktur erörtert werden können.

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  9. Karl-Heinz Frank, Gemeinderatskandidat der FDP:

    1. Wie oft und zu welcher Gelegenheit (beruflich, Freizeit, Besorgungen / Einkauf) fahren Sie Fahrrad?

    Ich habe mit meiner Familie früher sehr gerne und oft Urlaub mit dem Rad gemacht bzw. im
    Urlaub mit dem Fahrrad Touren unternommen. Das hat immerhin dazu geführt, dass meine beiden Töchter, die zur Zeit im Studium sind, ihre täglichen Touren mit dem Fahrrad machen.
    Bei mir ist berufs- und altersbedingt das Radfahren momentan eher in den Hintergrund getreten. Aber das kann ja wieder werden …

    2. Haben Sie sich bereits in der Vergangenheit für die Verbesserung des Radverkehrsnetzes eingesetzt? Falls ja, in welcher Form?

    Nein, ich bin zum ersten Mal Kandidat für den Gemeinderat,. Aber Name entfernt hat es als Gemeinderat getan!

    3. Welchen Stellenwert hat bei Ihnen persönlich der Ausbau der Fahrradinfrastruktur?

    Einen sehr großen Stellenwert. Im Programm der FDP zur Böblinger Gemeinderatswahl, an dem ich im Team zusammen mit Name entfernt, unserem derzeitigen Gemeinderat wesentlich mitgearbeitet habe, stehen folgende Punkte zum Thema (ich zitiere in Auszügen):

    Wir Böblinger Liberale wollen
    einen durchgehenden Radweg von Dagersheim nach Böblingen schaffen
    für Umwelt und Verkehr
    - den Verkehrsfluss verbessern, Staus reduzieren und Durchgangsverkehr vermeiden
    - ein Konzept für das Radwegenetz entwickeln und umsetzen
    - den städtischen Fuhrpark Schritt für Schritt auf Elektroautos umstellen
    - den Ausbau von Car-Sharing-Konzepten voran treiben

    Wir Liberalen halten es für überfällig, dass die Stadt ein durchgängiges Radwegekonzept erstellt und
    umsetzt, damit die Mitbürger, die das Fahrrad mehr nutzen wollen, dies auch tun können.
    Siehe auch dazu : Verweis auf FDP-Seite

    4. Wären Sie als Mitglied des Gemeinderats gewillt, sich im Einzelfall für den Ausbau der Fahrradinfrastruktur einzusetzen, auch wenn es partiell Einschränkungen für den Autoverkehr mit sich bringen würde?

    Ja, siehe Punkt 3.

    5. Werden Sie sich für eine deutliche Erhöhung des Radverkehretats einsetzen (aktuell ca. 50.000 Euro pro Jahr)?

    Ja, siehe Punkt 3.

    6. Wie stark legen Sie Wert darauf, dass die Bevölkerung von Böblingen bzw. Dagersheim bei der Radverkehrswegeplanung mit einbezogen wird?

    Ja, klar. Ich war aktiv engagiert in 2005- 2006 in der Aktion Böblingen 2020! Dabei habe ich erfahren, wie viele Ideen von engagierten Bürgern eingebracht worden sind, die jetzt auch in der Stadtentwicklung umgesetzt werden.

    Als Liberaler bin ich dafür, dass allen, die es wollen, die Möglichkeit geboten wird
    aufs Fahrrad umzusteigen. Gezwungen werden soll aber niemand.

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  10. Dr. Thorsten Breitfeld, Gemeinderatskandidat der CDU:

    1. Wie oft und zu welcher Gelegenheit (beruflich, Freizeit, Besorgungen / Einkauf) fahren Sie Fahrrad?

    Ich fahre täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit bei der Fa. Daimler, da dieses Transportmittel bei der gegebenen Entfernung optimal ist.

    2. Haben Sie sich bereits in der Vergangenheit für die Verbesserung des Radverkehrsnetzes eingesetzt? Falls ja, in welcher Form?

    Aktiv habe ich bei Ihrer letzten Aktion "Critical Mass Biking" teilgenommen, und freue mich schon auf die nächste Fahrt. Im Rat unterstütze ich den Ausbau des Fahrradnetzes, wenn die Maßnahmen auch zielführend sind.

    3. Welchen Stellenwert hat bei Ihnen persönlich der Ausbau der Fahrradinfrastruktur?

    Da ich das Netz aktiv nutze, hat eine Verbesserung natürlich auch für mich einen hohen Stellenwert.

    4. Wären Sie als Mitglied des Gemeinderats gewillt, sich im Einzelfall für den Ausbau der Fahrradinfrastruktur einzusetzen, auch wenn es partiell Einschränkungen für den Autoverkehr mit sich bringen würde?

    Hier ist Ausgewogenheit und gegenseitige Rücksichtnahme sehr wichtig. Pauschal kann ich das nicht beantworten, das kommt auf den Einzelfall an. Grundsätzlich ist es aber durchaus denkbar, das der PKW-Verkehr Nachteile erfährt, wenn das Radfahrnetz ausgeweitet wird.

    5. Werden Sie sich für eine deutliche Erhöhung des Radverkehretats einsetzen (aktuell ca. 50.000 Euro pro Jahr)?

    Zuerst ist wichtig, das der Etat überhaupt eingesetzt wird. Das ist heute noch nicht der Fall. Es ist aber wichtig, den Etat voll zu verbauen. Eine Erhöhung ist dann Sinnvoll, wenn konkrete Projekte anstehen und vorgestellt werden. Da hoffe ich auf die Zusammenarbeit der Verwaltung mit der IG Radwege,

    6. Wie stark legen Sie Wert darauf, dass die Bevölkerung von Böblingen bzw. Dagersheim bei der Radverkehrswegeplanung mit einbezogen wird?

    Wenn ich richtig informiert bin, ist dies mit der IG Radwege schon gegeben. Sollte ich da falsch informiert sein, bitte ich um Info von ihrer Seite 🙂

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