Archiv für den Monat: August 2017

Antwort von Bundestagskandidatin Friedhild Anni Miller auf unsere Fragen

Wir hatten die Bundestagskandidaten zur Verkehrswende befragt.
Hier die Antwort von Frau Friemhild Anni Miller:

1. Wie werden Sie sich – im Falle einer Wahl in den Bundestag – für die Senkung der CO2-Emissionen im Sektor Verkehr einsetzen?

Man könnte die CO2 Emission über Alternative Antriebe und Kraftstoffe senken,

ABER auch,
indem man den Ausbau der ÖPNV-Infrastruktur vorantreibt,
sprich für ein flexibles und flächendeckendes ÖPNV-System sorgt,
somit würde man nämlich die Schadstoffausstöße verringern und unsere UMWELT schonen!

Als Beispiel:
Ein gut besetzter Linienbus verursacht pro Fahrgast nur etwa 10 – 25 % der Treibhausgas-Emission eines gut besetzten Autos und nimmt obendrein erheblich weniger Straßenraum in Anspruch.

Selbstverständlich sollte auch der Radverkehr gefördert werden und schnellstens mehr Rad“wege“ und Radschnellverbindungen geschaffen werden, so wie z.B. die erste in der Region Stuttgart, die 7,4 km Pilotstrecke zwischen Böblingen und Stuttgart. diese sollte aber bis in die Innenstädte fortgeführt werden.

Vor allem da große Summen dafür bereits zur Verfügung stehen, hier nur einige Zahlen, wie der Bund den Radverkehr finanziert und fördert:

Das BMVI stellt im Jahr 2016 über 100 Mio. Euro für die Förderung des Radverkehrs bereit. 98 Mio. Euro stehen im Haushalt des BMVI für den Radwegebau an Bundesstraßen und 1,3 Mio. Euro für die Ertüchtigung von Betriebswegen an Bundeswasserstraßen für den Radverkehr zur Verfügung; hinzu kommen 3,2 Mio. Euro für die Förderung von Modellprojekten zur Umsetzung des NRVP sowie 2 Mio. Euro für die Umsetzung des Projektes Radweg Deutsche Einheit.
Der Bund stellt den Ländern außerdem seit 2007 nach dem Entflechtungsgesetz jährlich Beträge aus dem Bundeshaushalt u.a. zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden zur Verfügung. Diese so genannten Kompensationsmittel belaufen sich auf rund 1,336 Mrd. Euro pro Jahr. Sie dienen vor dem Hintergrund der Föderalismusreform I der Finanzierung von Investitionen in den ÖPNV und den kommunalen Straßenbau, können aber nach Maßgabe des jeweiligen Landesrechts auch für die Radverkehrsinfrastruktur verwendet werden.

2. Ist Ihnen die Verkehrswende inklusive der Förderung des Radverkehrs wichtig?

Selbstverständlich ist mir BEIDES wichtig!

Um verkehrsbedingte Umweltschäden zu reduzieren, sprich auch der massiven Luftverschmutzung entgegenzuwirken
und somit würde das ganze auch gesundheitlichen Zwecken dienen:

Getreu dem Motto „Radeln ist/macht gesund“

Nicht nur dass wir unsere UMWELT schützen könnten, ich würde sogar behaupten, durch das Radeln, wären weniger Menschen krank, ein angenehmer Nebeneffekt dazu, wäre, dass unsere Krankenkassenbeiträge wieder sinken könnten.

Ich finde in Sachen Radeln sind uns Länder wie Dänemark und Holland weit vorraus, diese haben sozusagen „eigene“ Straßen für Fahrradfahrer angelegt.

Was hier in Deutschland teilweise „produziert“ wird, halte ich für äußerst gefährlich, z.B. hier hinterm Kaufland Stadtmitte Sindelfingen ist eine Einbahnstraße für Autofahrer, aber Fahrradfahrer dürfen entgegengesetzt auf genau dieser Straße fahren.
Da dieses Schild, dass Fahrradfahrer auf der Straße entgegengesetzt fahren dürfen, aber von den meisten Autofahrern übersehen wird, sind hier schon einige Fahrradfahrer und Autofahrer kollidiert.

3. Haben Sie sich bisher in irgendeiner Weise für die Förderung des Radverkehrs eingesetzt?

Nein, ich habe mich bisher nicht für die FÖRDERUNG des Radverkehrs eingesetzt, weil ich leider aufgrund diverser Wahlfälschungen, sei es 2014 bei der Gemeinde- und Kreistagswahl, wo ich mit meiner Wählervereinigung „FRiDi“ angetreten war oder jetzt bei der OB-Wahl in Sindelfingen, nicht in den „Genuss“ gekommen bin, den politischen Weg einzuschlagen,
wo ich dann Mitbestimmungsrecht gehabt hätte, was mit entsprechenden vom BUND oder den LÄNDERN zur Verfügung gestellten Geldern, hier in der Stadt bzw. im Kreis BB passiert.

Und genau das ist meine MOTIVATION in die Politik zu gehen, weil man in unserem meiner Meinung nach leider „kranken“ System, nur über MACHT in der POLITIK tatsächlich für das GUTE kämpfen kann und sich für die WÜNSCHE der MENSCHEN einsetzen kann.

Darum möchte ich auch jetzt als PARTEILOSE DIREKTKANDIDATIN für den WK260 in den BUNDESTAG einziehen,
damit ich dann die MÖGLICHKEIT habe, gegen Angela Merkel anzutreten und den VOLKSENTSCHEID einzuführen.
DENN:
WIR sind das VOLK und wir wissen, was gut ist für unsere UMWELT, für unsere KINDER, für unsere GESUNDHEIT usw. und dazu müssen wir kein JURA oder sonstiges STUDIUM haben, wie die meisten dieser realtitatsfremden POLITIKER da oben.

Nein, wir müssen einfach mit unserem normalen Menschenverstand gepaart mit einer großen Portion HERZ Entscheidungen treffen, zum WOHLE des ganzen VOLKES!

4. Wie oft fahren Sie Fahrrad und zu welchem Zweck (Freizeit/Beruf/Besorgungen)?

Ich fahre leider im Augenblick gar kein Fahrrad.

Punkt 1, weil ich in Sindelfingen Stadtmitte in der Brunnenwiesenstr. 8 wohne und alle Wege in die Stadt oder in die Nahe Umgebung
auch zu Fuß bewältigen kann
und
Punkt 2, weil leider im Augenblick meine Tochter Milli noch nicht wieder bei mir lebt, denn sonst würde ich sicherlich mit ihr Radtouren machen, wie z.B. zum Katzenbacher Hof….

Gefällt mir(2)Gefällt mir nicht(0)

Fragen an die Bundestagskandidaten zur Verkehrswende

Am 24.September ist Bundestagswahl. Im Pariser Klimaabkommen haben sich die größten CO2-Emittenten zur Senkung der Treibhausgase verpflichtet, unter anderem auch Deutschland. Es ist abzusehen, dass Deutschland die selbst gesteckten Emissionsziele für 2020 verfehlen wird. Der Sektor „Verkehr“ weist in den letzten Jahren sogar einen Anstieg auf.
Umso dringender ist es, eine echte Verkehrswende einzuleiten und die Mobilität in Deutschland auf Nachhaltigkeit zu trimmen, was politisch in den letzten Jahren offensichtlich nicht gelang.
Dazu befragen wir die Bundestagskandidaten des Wahlkreises Böblingen. An die Kandidaten Tobias Bacherle (Grüne), Marc Biadacz (CDU), Marcus Frohnmaier (AfD), Jasmina Hostert (SPD), Johanna Jäckh-Vermeulen (MLPD), Friedhild Anni Miller (FriDi), Richard Pitterle (Linke) und Florian Toncar (FDP) ging folgendes Schreiben:


Sehr geehrte(r) Frau/Herr XXX,

Sie als Böblinger Kandidat/in für den künftigen Bundestag tragen möglicherweise Verantwortung für die Zukunft unseres Landes.
Mit dem Pariser Klimaabkommen hat sich Deutschland zur Senkung der CO2-Emissionen verpflichtet. Dennoch gab es im Sektor Kfz-Verkehr im vergangenen Jahrzehnt keine Senkung des CO2-Ausstoßes. Nicht nur wir als Radinitiative Radeln in BB sehen ein großes Potential durch den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad oder andere Verkehrsmittel. Angestoßen auch durch den Dieselskandal könnte sich die Verkehrswende zum Top-Thema der nächsten Wahlperiode entwickeln. Um die Wähler über Ihre Einstellung zur nachhaltigen Mobilität und zur Förderung des Radverkehrs zu informieren, bitten wir Sie um die Beantwortung folgender Fragen:

1. Wie werden Sie sich – im Falle einer Wahl in den Bundestag – für die Senkung der CO2-Emissionen im Sektor Verkehr einsetzen?
2. Ist Ihnen die Verkehrswende inklusive der Förderung des Radverkehrs wichtig?
3. Haben Sie sich bisher in irgendeiner Weise für die Förderung des Radverkehrs eingesetzt?
4. Wie oft fahren Sie Fahrrad und zu welchem Zweck (Freizeit/Beruf/Besorgungen)?

Die Antworten werden auf der Homepage http://www.radeln-in-bb.de bzw. http://www.radeln-in-bb.de/fragen-an-die-bundestagskandidaten-zur-verkehrswende veröffentlicht. Vielen Dank für die Beantwortung.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Sundermann
Radinitiative Böblingen

Gefällt mir(2)Gefällt mir nicht(0)

Neue Regelung der Fußgängerampel an der Tübinger Straße

Die meisten Böblinger kennen die Fußgängerampel an der Tübinger Straße, die den Birkenhain mit dem Maurener Weg verbindet. Die Ampel fällt meist unangenehm durch lange Wartezeiten auf.
Auf Anfrage der Radinitiative Böblingen wurde jetzt die Ampelschaltung verändert und damit Fußgänger- bzw. Radfahrer-freundlicher gestaltet.
Die Situation ist folgende: Die Ampel an der Hauptkreuzung vor dem Landratsamt wurde rot, wenn ein PKW von der Tübinger Straße links Richtung Alba-Brücke fahren wollte, oder ein PKW von der Alba-Brücke kommend links in die Tübinger Straße einbiegen wollte. Die Fußgängerampel blieb gleichzeitig rot, wenn nicht jemand vorher den Bedarfsknopf gedrückt hatte.
Es konnte aber vorkommen, dass man die Tübinger Straße queren wollte, die Hauptampel zwar rot zeigte, man aber den Zeitpunkt zum Drücken verpasst hatte. Somit musste man eine volle Phase warten, bis die Fußgängerampel wieder grün wurde. Und das konnte dauern.
Nach der Änderung wird die Fußgängerampel jedesmal grün, wenn die Hauptampel für die Hauptrichtung entlang der Tübinger Straße rot zeigt.


Ein PKW möchte links in Richtung Alba-Brücke abbiegen.

Die Hauptampel ist nun rot. Die Fußgängerampel zeigt nun jedesmal grün für Fußgänger und Radfahrer, auch wenn niemand gedrückt hat. Ich habe schon davon profitiert.

Gefällt mir(3)Gefällt mir nicht(0)

30. Critical Mass Böblingen

Die Jubiläums-Critical-Mass liegt hinter uns. Fast wie immer hat das Wetter bestens mitgespielt. Die Ferien haben die Teilnehmerzahl kaum getrübt, denn es kamen 24 Radlerinnen und Radler zusammen. Was uns besonders freut, ist, dass fast jedesmal neue unbekannte Radlerinnen oder Radler zu uns finden. Dieses Mal sogar mit Lastenfahrrad und zwei Kindern. Einfach toll. Nachstehend ein paar Fotos unserer Tour, die uns wieder nach Sindelfingen führte.


Gefällt mir(3)Gefällt mir nicht(0)

Leserbrief zur Berliner Straße

Die Diskussionen um die Berliner Straße dauern an. Die Kreiszeitung vom 22.8.2017 bringt einen weiteren Leserbrief.

Es macht schon betroffen, wenn in sozialen Netzwerken oder selbst in Leserbriefen pauschal Mitarbeiter der Stadtverwaltung als blöd dargestellt werden, dazu noch ohne diese zu kontaktieren oder Informationen zu erfragen. Die Markierungsarbeiten am neu geteerten Berliner Platz sind sehr wohl sinnvoll. Fakt ist, gegenüber dem früheren Zustand hat sich ja nichts geändert. Das heißt, sowohl Gehwege wie auch die Straße können von Radlern weiterhin benutzt werden. Das Neue ist: Auf der 10 Meter breiten Straße wird dem schnellen Radfahrer beidseitig ein Schutzstreifen angeboten. Was soll daran falsch sein? Weshalb soll das nun eine weitere Gefahrenquelle sein? Im Gegensatz zu früheren mangelhaften Markierungen sorgen diese Streifen nun für Klarheit, wo die schnellen Radler und Pedelecs zu fahren haben: Jedenfalls nicht auf dem Gehweg. Rücksichtslosen Autofahrern gefällt das natürlich nicht, deshalb wohl diese Sommerloch-Aufregung.

Gefällt mir(1)Gefällt mir nicht(0)

Fahrradgeschäft Jaiser hört zum Jahresende auf

Das Fahrradgeschäft Walter Jaiser in der Stadtgrabenstraße – ein Urgestein des Böblinger Einzelhandels – wird zum Jahresende aufgegeben. Sehr schade.

Obwohl die letzten beiden Geschäftsjahre exzellent liefen, entschloss sich der Inhaber kurzfristig, den Laden aufzugeben. Nach einem Messebesuch hatte er erkannt, dass kleine Läden die ausufernde Modellvielfalt nicht mehr bewältigen können. Einen Nachfolger wird es wohl nicht geben. Die Arbeitszeiten sind im Einzelhandel einfach zu lang. Ein 12-Stunden Tag ist nicht untypisch.

Auch die vielen Baustellen am Schlossbergring bereiteten einige Probleme. Diese schreckten viele Kunden ab – etwa die Hälfte der Kundschaft kommt von auswärts.

Gefällt mir(0)Gefällt mir nicht(0)

Die Berliner Straße in der SZBZ

In der SZBZ vom 15.8.2017 erscheint ein weiterer Artikel zur Umgestaltung der Berliner Straße.
Der Artikel suggeriert, dass die Sicherheit der Radfahrer/innen durch die neu angelegten Schutzstreifen gefährdeter ist als vorher. Das ist Unsinn. Auch vorher durften Radfahrer die Straße benutzen und Autos mussten den Sicherheitsabstand einhalten. Durch die Schutzstreifen wird explizit darauf aufmerksam gemacht und Autofahrer werden deutlicher auf den Radverkehr hingewiesen, besonders beim Ausparken. Das soll die Sicherheit verringern?

Gefällt mir(0)Gefällt mir nicht(0)

Weitere Diskussion um den Schutzstreifen in der Berliner Straße

Die Diskussionen um den neuen Schutzstreifen in der Berliner Straße sind noch nicht abgeschlossen. Es gab zwei weitere Leserbriefe in der Kreiszeitung vom 14.8.2017, wie unten zu sehen. Roland Schmitt, Experte und Vorsitzender des Ortsvereins vom ADFC, empfiehlt eine Lektüre der AGFK – Argebeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen, der Böblingen auch angehört.

Gefällt mir(1)Gefällt mir nicht(0)