Frau Kraayvangers Antwort

Frau Kraayvanger hat auf die Kritik an der Kreuzung Calwer Straße reagiert. Hier ihre Antwort:

Sehr geehrter Herr Schmidt,

vielen Dank für Ihre Mail vom 21.07.2016 mit den kritischen Hinweisen zur Einrichtung von Radverkehrsanlagen auf der Calwer Straße im umgebauten Abschnitt von der Konrad-Zuse-Straße bis zur Johann-Schütte-Straße.
In der AG Radverkehr vom 12.04.2016 wurde die Planung zur Anlage von separaten Radverkehrsanlagen in der Calwer Straße für den Gesamtbereich von der J.-Schütte-Straße bis zur Herrenberger Straße vorgestellt und traf dabei auf eine breite Zustimmung. Bereits hier, wie auch im Amtsblatt vom 29.04. veröffentlicht, wurde erläutert, dass die Umsetzung in mindestens zwei Abschnitten erfolgen wird. Denn die mit der Anbindung der Konrad-Zuse-Straße an die Calwer Straße notwendige Einrichtung einer weiteren Lichtsignalanlage im Streckenzug der Calwer Straße als auch der Entfall von jeweils einem Fahrstreifen für den Geradeausverkehr in der Calwer Straße stellen eine erhebliche Reduzierung der Leistungsfähigkeit für den Kfz-Verkehr auf dieser wichtigen Haupteinfallstraße Böblingens dar. Auch wenn das mit der Untersuchung zu diesen gewichtigen Eingriffen in das Verkehrsgeschehen beauftragte Ingenieurbüro im Vorfeld der Umsetzung in der theoretischen Modellierung dieser Eingriffe keine schwerwiegenden Probleme in der dadurch hervorgerufenen Verkehrsverlagerung von Kfz-Verkehrsströmen sah, stellt die Praxis meist doch ein anderes Bild dar. In unserer Verantwortung für die Gesamtfunktion der Stadt hat sich für uns die Aufgabe gestellt, die mit der Einrichtung von neuen Radverkehrsanlagen an der Calwer Straße einhergehenden Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit gegenüber dem Kfz-Verkehr auch in der Praxis hinsichtlich ihrer Verträglichkeit zu prüfen. Erst wenn sich dauerhaft eine ausreichende Qualität des Verkehrsablaufes für den Kfz-Verkehr in dem umgebauten Bereich der Calwer Straße einstellt, sehen wir Möglichkeiten die Ihnen vorgestellte Planung zur Anlage von Radfahrstreifen in der Calwer Straße vollständig umzusetzen. Denn neben kritischen Hinweisen von Radfahrern erreichen uns solche auch gerade von Kraftfahrzeugführern.
Gegenwärtig sind wir dabei insbesondere die Steuerung der Lichtsignalanlagen zu optimieren, um die Qualität des Verkehrsablaufes insgesamt zu verbessern. Unser Ziel ist es dabei für alle Verkehrsarten ein verträgliches Miteinander bei guter Qualität im Verkehrsablauf zu erreichen. Das dies nur mit Kompromissen zu erreichen ist, dürfte bei den örtlichen Gegebenheiten und teilweise divergierenden Interessen der einzelnen Verkehrsarten klar sein.
In den letzten Wochen haben sich die Verkehrsverhältnisse am besagten Knoten insbesondere durch die Nachjustierung der Steuerung der Lichtsignalanlage sowie durch die Verlagerung von bestimmten Verkehrsströmen im Sinne unserer Ziele bereits deutlich verbessert.
Wir gehen im Moment davon aus, dass sich diese Entwicklungstendenz weiter verfestigen wird. Sollte sich diese nach dem Ende der verkehrsschwachen Sommerferien bestätigen, werden wir die Umgestaltung der Calwer Straße in dem gesamten geplanten Bereich in Angriff nehmen. Dann werden auch zahlreiche, von Ihnen zu Recht kritisierte, jedoch durch die notwendige Interimslösung verursachte Unzulänglichkeiten der jetzigen Radverkehrsanlagen im Bereich zwischen Hans-Klemm-Straße und K.-Zuse-Straße entfallen und sich ein entsprechender Qualitäts- und Sicherheitsgewinn für die Radfahrer einstellen.
Bis dahin bitte ich Sie um Geduld und Verständnis für unser Handeln.

Mit freundlichem Gruß

Christine Kraayvanger
Bürgermeisterin
Leitung Baudezernat
Stadtverwaltung Böblingen

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