Archiv der Kategorie: Leserbriefe

Die Berliner Straße in der SZBZ

In der SZBZ vom 15.8.2017 erscheint ein weiterer Artikel zur Umgestaltung der Berliner Straße.
Der Artikel suggeriert, dass die Sicherheit der Radfahrer/innen durch die neu angelegten Schutzstreifen gefährdeter ist als vorher. Das ist Unsinn. Auch vorher durften Radfahrer die Straße benutzen und Autos mussten den Sicherheitsabstand einhalten. Durch die Schutzstreifen wird explizit darauf aufmerksam gemacht und Autofahrer werden deutlicher auf den Radverkehr hingewiesen, besonders beim Ausparken. Das soll die Sicherheit verringern?

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Weitere Diskussion um den Schutzstreifen in der Berliner Straße

Die Diskussionen um den neuen Schutzstreifen in der Berliner Straße sind noch nicht abgeschlossen. Es gab zwei weitere Leserbriefe in der Kreiszeitung vom 14.8.2017, wie unten zu sehen. Roland Schmitt, Experte und Vorsitzender des Ortsvereins vom ADFC, empfiehlt eine Lektüre der AGFK – Argebeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen, der Böblingen auch angehört.

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Leserbrief in der Kreiszeitung über das Parken in der Poststraße

In der Kreiszeitung vom 7. August ist ein Leserbrief abgedruckt, der sich mit dem Parken in der Poststraße beschäftigt – mal wieder. Konkret geht es um das wilde Parken auf dem Radweg während „Schlemmen am See“. Das Ordnungsamt sieht sich nach 18:00 Uhr nicht in der Pflicht und lässt es zu, dass Fahrradfahrer den Radweg nicht benutzen können. Das muss sich endlich ändern! 

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Leserbrief zum Ausbau der A81

Folgender Leserbrief von Hubert Bohner wurde in gekürzter Fassung in der Böblinger Kreiszeitung vom 17. Juli 2017 gedruckt:

Sindelfinger, die nach Böblingen radeln, müssen beim Queren der Autobahn mindestens zweimal die Straßenseite wechseln, was sehr unkomfortabel und wegen langer Ampelschaltungen sehr zeitintensiv ist. Auch Dagersheimer, die mit dem Fahrrad nach Böblingen fahren, sind gezwungen, die Autobahnbrücke linksseitig zu befahren. Das ist besonders bei dunkler Jahreszeit sehr gefährlich, da dort der Rad-Fußweg zu schmal ist, gegenkommende Radler und Kfz stark blenden, und Brillenträger bei Regen dann sowieso nichts mehr erkennen. Radler-Zusammenstöße mit Sturz sind vorprogrammiert. Landratsamt wie auch Regierungspräsidium wurden gebeten, mit dem Ausbau der A81, wenn die Brücken sowieso abgerissen werden, für eine ausreichende, zumindest normgerechte Wegbreite für Fußgänger und Radfahrer im Gegenverkehr zu sorgen. Schließlich werden in Zeiten des Klimawandels und der Pedelecs die Radfahrer stark zunehmen.

Die erstaunliche Antwort aus der Kommunalpolitik war: Wir hüten uns davor, die Radwege über die Autobahn zu verbreitern oder aus Sicherheitsgründen gar einen rechtsseitigen Radweg zu fordern. Zwar würden wir gerne die Mehrkosten an den Brücken von je ca. 100.000 Euro bezahlen, aber „es gibt im Fernstraßengesetz einen §12, laut diesem müssten die Kommunen dann noch zusätzliche Millionen Euro für die neue Autobahnbrücke berappen“. Für einen Radweg über die Autobahn das zwanzig oder gar fünfzigfache zu bezahlen ist absurd. Aber, statt mit Verkehrsminister Dobrindt das Gespräch zu suchen und für sichere Radwege eine günstige Verhandlungslösung zu finden, resignieren unsere Oberbürgermeister. Jetzt wird eine achtspurige A81 gebaut, aber die Radwege von Sindelfingen oder Dagersheim nach Böblingen werden auf den Brücken nicht mal verbreitert, bleiben weiterhin vernachlässigt. Wörter wie Klimakatastrophe oder Umstieg sind bei unseren Verkehrspolitikern immer noch ein Fremdwort.

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Artikel von Michael Stürm in der Kreiszeitung

Michael Stürm, ein Reporter der Kreiszeitung, kommentiert die Situation des Radverkehrs in Böblingen. Sein eindeutiger Schluss: Die Oberbürgermeister blockiert den allzu notwendigen Ausbau des Radverkehrs in Böblingen. Diese Erkenntnis ist zwar nicht neu, aber nur selten in dieser Deutlichkeit geäußert.

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Leserbrief in der Kreiszeitung vom 29.6.2017

Hubert Bohner schreibt einen Leserbrief in der Kreiszeitung vom 29.6.2017. Wie recht er hat:

Zum Thema „Radverkehr in Böblingen“

Täglich radle ich an stehenden Autos vorbei, quer durch Böblingen: einkaufen, Behördengänge, ein Eis essen, alles kein Problem! Dabei frage ich mich, was zwingt diese oft jungen Leute in die sperrigen Blechkisten? Wieso suchen sie jeden Tag Stress mit anderen Dränglern und Parkplatzsuchern? Weshalb nehmen sie nicht mal das Rad, suchen sich eine schöne Strecke durch die Seitenstraße, den Park oder den Wald? Statt im Stau zu hocken, mal etwas Sport zu machen.

Wenn ich die Gesichter von Autofahrern und Radfahrern vergleiche, ist offensichtlich: Autofahrer haben den Kopf voll, sind angespannt, gereizt. Hingegen befreit Rad fahren den Kopf, macht sogar glücklich. Radfahren ist gut für Herz und Kreislauf. Radfahren trainiert die Atemwege. Es macht beweglich, es schult die Aufmerksamkeit, das Reaktionsvermögen, die Koordination und Mobilität im Hirn. Radfahren ist gut für den Rücken und radfahren ist gut für die Knie, Rad fahren macht schlank, stärkt das Immunsystem, Rad fahren hilft gegen Diabetes, kurz: Wer Rad fährt, lebt einfach gesünder. Die Radinitiative Böblingen schlägt vor, in Zeiten kommender Straßen- und Bahnsperrungen, aufs Rad umzusteigen. Mehr zum genialen Fortbewegen unter http://www.radeln-in-bb.de

Hubert Bohner, Böblingen

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Leserbrief in der Kreiszeitung vom 16. Mai 2017

Dieser Leserbrief stand in der Kreiszeitung vom 16.5.2017:

Zum Thema „Radverkehr in Böblingen“.

Anlässlich der Eröffnung des Böblinger Stadtradelns wünscht sich Herr Sundermann von der Radinitiative Böblingen von Oberbürgermeister Lützner dringend ein klares Bekenntnis zum Fahrrad. Herr Siekemeier (FreieWähler) ist da direkter: „Effekthascherei statt Effektivität“, ja Stillstand, präge die Radpolitik in Böblingen. Und legt noch nach: „OB und Gemeinderat sind zu echten Verbesserungen unwillig.“ Doch wie sind die Fakten?

Merkmale guter Radverkehrspolitik sind: Breite Bevölkerungsschichten, von Jung bis Alt, nehmen das Rad zu Arbeit und Einkauf. In Böblingen Fehlanzeige! Wichtige Radel-Hauptrouten sind mit breiten Radwegen ausgestattet. Doch nicht in Böblingen, dort ist die Sicherheit der Fahrradfahrer drittrangig, siehe Wolfgang-Brumme-Allee (Parkplätze haben Vorrang), Elbenplatz (keine einzige der Straßen hat am wichtigsten Verkehrsknoten einen Radweg) oder Park-/Tübinger Straße. Ein gutes Fahrradklima wird spitze bewertet. Doch Böblingen hat im Städte-Ranking die Rote Laterne. In Böblingen gibt es zum Nikolaustag Schokoladenherzen für Radfahrer, es gibt demnächst die 76. Sitzung der AG Radverkehr, aber trotz jahrelanger Forderungen immer noch kein Radverkehrskonzept. Einige Gemeinderäte stellten zum Haushalt 2017 mehrere konkrete Anträge zur Erhöhung der Sicherheit der Radfahrer. Dafür (oder besser dagegen?) gab es eine glänzende Idee: Steckt die Rad-Anträge ohne Abstimmung in die AG Mobilität.

Doch diese ist eine Art Abfalleimer, ein schwarzes Loch, denn sie existiert nicht einmal. Da drängt sich Siekemeiers Beschreibung für Verwaltung und Gemeinderat zum Radverkehr als „unwillig“ geradezu auf.

Hubert Bohner, Böblingen

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Zwei Leserbriefe über das Radfahren in der Kreiszeitung

Gleich zwei Leserbriefe wurden am 10.5.2017 in der Kreiszeitung zum Thema Radfahren veröffentlicht. Machen Sie sich als Lesende selbst ein Bild…

Radpolitik in BB: Effekthascherei statt Effektivität:

Zum Artikel „Einweihung des Bike-o-mat am Böblinger Bahnhof“ vom 6. Mai.

Der unsinnige Bike-o-mat zeigt – wie schon die Bike-Station – wieder einmal, wie weit Böblinger Verwaltung und Gemeinderat von einer wirkungsvollen Radpolitik entfernt sind. Erneut Effekthascherei statt Effektivität. Den Bike-o-mat braucht man vielleicht beim Bodensee-Radrundweg, am Böblinger Bahnhof aber kein Mensch. Die Nutzungsdaten werden es belegen, aber wohl nie bekannt werden, um die Fehlinvestition zu kaschieren. Das Ding wird höchstens vandalisiert oder aufgebrochen.

Auch vom Land geförderte Investitionen wie Bike-o-mat und Bike-Station kosten unser aller Steuergeld. Das hätte man weit wirkungsvoller einsetzen können: Die 10 000 plus x Euro (Bike-o-mat) zur Neu-Asphaltierung von 1000 Meter Holperstrecken, die in Böblingen als Radweg firmieren. Und die 30 000 Euro für die Bike-Station hätten weitere drei Kilometer gebracht. Aber statt bei Kraayvangers Presse-Jubel-Termin am Freitag gegen die eklatanten Missstände für Radler zu protestieren, stehen Böblingens Rad-Aktivisten auch noch Spalier für diese Pseudo-Radpolitik, bilden Staffage für zwei nette Pressefotos mit einer strahlenden, sich zu unrecht als Oberradlerin in Szene setzenden Baubürgermeisterin, die wie OB (Maxime „Böblingen ist keine Radlerstadt“) und Gemeinderatsmehrheit zu echten Verbesserungen für Radfahrer unwillig ist.

Reinhard Siekemeier, Böblingen


OB Lützner müsste als Vorbild voranradeln:

Zum Thema „Radfahren in Böblingen“.

Vielen wird es schon aufgefallen sein: Das Thema Mobilität wird immer brisanter. Mehr und mehr Autos verstopfen die Straßen und die Fahrt von beziehungsweise zur Arbeit wird immer nervenaufreibender. Viele Kollegen und Freunde in meinem privaten Umfeld, bis dato eher Autofreunde, machen sich Gedanken und wagen den Umstieg auf das Fahrrad. Sie werden neben der körperlichen Fitness mit planbaren Fahrzeiten belohnt. Ein weiterer Ausbau der Straßen würde den Verkehrskollaps nicht verhindern, sondern eher befeuern. Deswegen ist das Ausweichen auf Alternativen wie Fahrrad, Bus oder Bahn genau das richtige Mittel. Eine moderne Stadt braucht eine moderne Verkehrsplanung, so auch Böblingen. Baubürgermeisterin Christine Kraayvanger und Klimaschutzmanagerin Kruppa machen sich für das Radfahren stark, unter anderem als Teilnehmerinnen beim Stadtradeln oder beim Arbeitskreis nachhaltige Mobilität.

Das Tüpfelchen auf dem „I“ wäre ein klares Bekenntnis von OB Lützner. Dann wäre er ein Vorbild und – da bin ich mir sicher – er würde als Radfahrer eine sportliche Figur abgeben. Diesen Impuls braucht Böblingen dringend, um aus seinen Radfahrambitionen eine runde Sache zu machen.

Jens Sundermann, Böblingen

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Leserbrief zu Parkplatzmangel

Leserbrief zu Parkplatzmangel am Mittwochsmarkt, KRZ vom 9. Juni

Ein starkes Stück

Geht’s noch? Hab ich mich verlesen? Parkplatzmangel für die Mittwochsmarktkunden am Elbenplatz? Das kann ja wohl nicht wahr sein.
Der Elbenplatz ist umzingelt von Parkmöglichkeiten – und zwar zu Lasten von Fußgängern (schmale Gehsteige in der Post- und Stadtgrabenstraße) und Radfahrern (fehlende Radwege ebenda).
Beispiel: Schräg gegenüber bei der Kreissparkasse 10 Kurzzeitparkplätze.
Weil die Stadt auf deren Realisierung bestanden hat, gibt es am Elbenplatz
in allen Richtungen keine Radwege, müssen Radler auf Gehsteige oder
Straße ausweichen. Gegenüber der KSK die neuen, oberirrdischen
Parkplätze der Volksbank.
An der Herrenberger Straße, in der Poststraße, in der Stadtgrabenstraße: Parkplätze überall. Und dann nicht zu vergessen die Böblinger Tiefgaragen, frisch gebaut wie die unter der Volksbank oder mit über 10 Millionen Euro perfekt saniert wie unter dem Marktplatz und bei der Kongresshalle. Die nächsten Stellplätze unter dem Anlieferdeck der Kongresshalle sind keine 100 Meter vom Mittwochsmarkt entfernt! Übrigens: Diese Parkplätze sind mit einem Euro für 60 Minuten auf ewig ein städtisches Zuschussgeschäft, das auch diejenigen Böblinger mitfinanzieren, die kein Auto nutzen.
Der Elbenplatz ist zudem bestens per ÖPNV zu erreichen: Die Busse halten direkt neben den Marktständen. Und wer seine vollen Einkaufstaschen wirklich nicht zum Parkplatz tragen kann, dem empfehle ich die Rücken schonenden kleinen Einkaufswägelchen. Die passen in jeden Kofferraum.
Als ehemaliger Taxifahrer darf ich auch an Taxen erinnern. Die kosten nicht die Welt und fahren vor die Haustür.
Die Forderung von Marktsprecher Noller an die Stadt, die Schranken zum
Seeareal hinterm Café Frechdax für parkende Autos zu öffnen, ist ein
starkes Stück. Sie entspricht der planerischen Idee von der autogerechten
Stadt. Das ist die Denke von gestern, die in Böblingen viel zu lange
vorgeherrscht hat. Mit dem Auto direkt vors Geschäft, das geht zeitgleich
eh nur für wenige.
Übrigens: Meine 93jährige Mutter radelt für ihre Einkäufe mit einem
Elektrodreirad zu den beiden Bauernmärkten in ihrer Nachbarschaft.
Nicht nur ich erwarte, dass die Stadt öffentlichen Raum am Unteren See
nicht zulasten von Fußgängern und Radfahrern einschränkt.

Reinhard Siekemeier
Mitglied der Radinitiative Böblingen

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