Asymmetrische Randsteine – Schlamperei oder Absicht?

Einigen ist es schon aufgefallen: Die neuen Bordsteine an der Kreuzung Herrenberger/Kremser Straße und anderen sind nicht gleichmäßig hoch. Ist das nur eine schlampige Ausführung?

Ich habe Herrn Weidmann vom Tiefbauamt gefragt. In der Tat schreiben die neuen Regelungen genau dieses Format vor. Hier ein Dokument über die Bauvorschriften: Barrierefreie Übergänge

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2 Comments on “Asymmetrische Randsteine – Schlamperei oder Absicht?”

  1. Toller Beitrag und Danke für die Erläuterung. So manche Fragezeichen stellen sich mit bei der Herrenberger Straße aber weiterhin. Warum muss der Radweg auf die Straße geleitet werden uns sogar direkt in eine Abbiegespur hinein? Sogar besser von der Tierheimkreuzung aus kommend fährt man als Geisterfahrer, da keine ordentliche Überleitung auf die andere Straßenseite ersichtlich ist.

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  2. Danke fürs Nachfragen.
    So ganz erschließt sich mir der Sinn der Vorschrift nicht.
    Also klar es geht darum einen Kompromiss zu finden zwischen einerseits möglichst keiner Stufe für die einen zu möglichst erkennbarer Stufe für die anderen ( wohl hauptsächlich Blinde und Sehbehinderte) Wobei gerade für letztere Gruppe doch vernünftige Leitlinien oder anders gut erkennbarer anderer Untergrund viel hilfreicher wäre.
    Die Gefahr unbemerkt auf die Straße zu treten besteht ja immernoch aber halt nicht mehr auf kompletter Breite sondern auf einem Teil.
    Wäre interessant warum dann dieser Kompromiss jetzt Vorschrift ist statt eben überall abgesenkt und klar erkennbare Leitlinien.

    Wobei hier dann noch ein viel größeres Problem beginnt. Und auch wenn dies zumindest Fahrradfahrer nicht betrifft finde ich es doch extrem wichtig.
    Es sind ja jetzt noch zusätzlich Leitlinien angebracht worden. Allerdings führen diese nicht etwa wie vorgesehen zur eigentlich gegenüberliegenden Seite sondern quer über die Kreuzung. Also mitten in den Verkehr.
    Mir ist ein Rätsel wie so etwas gebaut werden kann.
    Jetzt ist wirklich niemanden mehr geholfen.
    Den Radfahrern, Menschen mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl nicht weil sie nur an einer Stelle gut auf die Straße kommen und den Blinden und Sehbehinderten nicht, weil sie zwar merken wann sie die Straße betreten aber quer auf die kreuzung gelenkt werden.

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